Montag, 30. Mai 2011

Hunde trinken genauso effizient wie Katzen

Lange ging die Wissenschaft davon aus, dass Katzen wesentlich effizienter als Hunde trinken würden. Man nahm an, das Katzen ein geschicktes System perfektioniert haben, mit deren Hilfe sie die Flüssigkeit mit der Zunge nach oben werden und dann einfangen. Dazu passt auch das Bild des rasch trinkenden Hundes, der viel Wasser aus dem Napf verspritzt.

Forscher von der Universität Harvard in den USA haben nun herausgefunden: Hunde trinken ganz ähnlich. Sie bilden mit der Zunge einen Löffel. Diesen tauchen sie dann in die jeweilige Flüssigkeit und ziehen das Wasser nach oben. Auf der Oberseite der Zunge gelangt das Wasser jetzt in das Maul des Hundes. Wirklich effizient wird das ganze, weil die Zunge ähnlich wie ein Förderband funktioniert und gleich drei Schlucke gleichzeitig befördert.

Ein Schluck befindet sich auf der Rille der Zunge im hinteren Teil des Rachens. Wird ein neuer Schluck vom Wasser aufgenommen, wandert dieser hintere Schluck in die Kehle und wird dann getrunken. An seine Stelle wandert jetzt ein anderer Schluck, der sich gewissermaßen in der Wartehalle befunden hatte.
Und diese Wartehalle widerrum wird bedient vom ersten Schluck, der mit der Wasseraufnahme erfolgt. So trinkt der Hund sehr effizient aus dem Napf.

Durch die angepresste Zunge werden alle drei Schlucke am auslaufen gehindert.
Dies alles konnten die Forscher mithilfe einer Hochgeschwindigkeitskamera feststellen. Bisher war man davon ausgegangen dass die Hunde mit der zum Löffel geformten Zunge Wasser aufnehmen, während sie also in Wahrheit das Wasser mit der Rückseite des "Löffels" in Richtung Kehle befördern.

Die filmische Trinkanalyse kann damit zeigen, dass nicht nur Katzen, bei denen dies schon nachgewiesen wurde, sondern auch Hunde sich die Technik der Hydrodynamik zunutze machen. Sie nutzen das Gleichgewicht zwischen Trägheit und Schwerkraft an der richtigen Stelle, um möglichst viel Flüssigkeit aus den Näpfen aufnehmen zu können. (Quellen: Wissenschaft Online)

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