Montag, 6. Juni 2011

Illegale Tierimporte - eine Folge zu schwacher Kontrollen?

reinrassige Labradorwelpen

Jährlich werden Hunderttausende Hunde und andere Tiere vom Ausland nach Deutschland importiert. Leider werden diese Importe viel zu selten kontrolliert, was oftmals illegale Einfuhren zur Folge hat. Die Tiere haben meist keine oder falsche Papiere, sind nicht ausreichend geimpft, krank oder wurden tierschutzwidrig transportiert. Dies hat nicht nur negative Folgen für das eingeführte Tier, auch der künftige Besitzer darf sich wundern, wenn statt seinem bestellten reinrassigen und gesunden Cockerspaniel-Welpen plötzlich eine bunte Mischung aus Retriever, Chihuahua und Dackel vor der Tür steht, der noch dazu Durchfall hat. Zudem stellt der schlechte gesundheitliche Zustand des Tiers eine Gefahr für die Gesundheit des Menschen dar. Beste Beispiele für gefährliche Krankheiten von Tieren, die auch auf den Menschen übertragen wurden, sind die Vogel- und Schweinegrippe. Eine vierköpfige Bande von Welpen-Fälschern wurde inzwischen von der Staatsanwaltschaft angeklagt.

Sind Tierimporte zu einfach?

Klar ist, dass der Gesetzgeber sowohl auf Bundes- als auch auf Europa-Ebene klare Regelungen für den Import von Tieren getroffen hat. Diese schreiben beispielsweise vor, dass alle Tierschutzorganisationen vor der Einfuhr der Tiere eine Registiernummer beantragen müssen, außerdem müssen alle Transporte gemeldet werden. Diese Regelungen werden jedoch nicht in allen Bundesländern eingehalten. Folgen dieser Missachtung sind dann zum Beispiel die erst kürzlich bekannt gewordene Tollwutgefahr.

Vor dem Kauf von Welpen sollte man sich deswegen gut informieren und sich auf keinen Fall Welpen gegen Anzahlung aus dem Ausland schicken lassen. Aber auch sehr günstig in Deutschland verkaufte Tiere wurden nicht selten in Massenhaltung gezüchtet, viel zu früh von ihrer Mutter getrennt und sind stark traumatisiert.

Wenn Sie sich weiter informieren möchten, lesen Sie am besten den Ratgeber Artikel mit Sicherheitshinweisen beim Hundekauf.

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