Mittwoch, 22. Juni 2011

Illegaler Welpenhandel aus Osteuropa

Der Kofferraumhandel mit kleinen illegal eingeschleusten Welpen aus Osteuropa boomt. Desweiteren werden die ungeimpften Kleinen, die oft viel zu früh von den Muttertieren getrennt sind und sich in desolatem Zustand befinden, über den unsortierten Onlinehandel als Massenware angeboten. Nur lokale Kleinanzeigen, die einer ständigen Überprüfung unterliegen wie Tieranzeigen bei markt.de, können Interessenten eine weitgehende Sicherheit vor den Tierschleusern bieten.

Besonders auffällig als Warnsignal für Käufer sind die niedrigen Preise. Die Verkäufer versprechen die Rassehunde zu kleinen, den Marktwert weit unterschreitenden Preisen zu verkaufen. Die geringen Verkaufspreise gehen natürlich zu Lasten der Welpen und der Zuchthunde.

Der Handel mit den niedlichen Vierbeinern ist hierzulande und ebenso in ganz Europa rechtlich genau geregelt. Leider bleiben nur in der Praxis Festnahmen oder Kontrollen durch das zuständige Veterenäramt meist aus. Die Umsetzung der Kontrollen gestallten sich als sehr schwierig. Die Polizei sowie das Veterinäramt versuchen Hinweisen so gut als möglich nachzugehen. So gelangen schätzungsweise jährlich Tausende Welpen meist aus Osteuropa nach Deutschland, Österreich und andere wohlhabende Länder.

Die von den Ämtern abgefangenen Welpen landen im lokalen Tierheim, das oft überfüllt ist, wie z.B. das in Salzburg, berichtet der ORF. Das Tierheim in Salzburg sei mit der Welpenflut an seine Belastungsgrenze gekommen, wird der Vorstand zitiert. Das Tierheim sucht jetzt vor allem Decken, Handtücher und alte Leintücher und hofft dabei auf die Hilfe privater Tierfreunde. 

Es liegt also an Käufern die kriminellen Machenschaften der Hundeschleuser zu unterbinden. Wo keine Nachfrage herrscht, wird es auf Dauer auch kein Angebot geben. Somit sollte man Welpen, die nicht nachweislich aus Deutschland kommen, nicht ohne entsprechende und gebenenfalls vom Veterinäramt geprüfte Papiere kaufen. Welpen, die einem viel zu günstig erscheinen und aus dem Kofferraum heraus verkauft werden, unbedingt meiden, keinesfalls kaufen und ggf. die Polizei verständigen. Bei der Wahl des Vierbeiners sollte es nicht in erster Linie um die Kosten gehen. Tierliebhaber sollten es nicht dulden, dass die Handler und sogenannten Züchter derartigen Schindluder mit den kleinen Welpen treiben. Es ist besser lieber etwas mehr für die Anschaffung auszugeben und sich zu überzeugen, dass die Welpen ordnungsgemäß und artgereicht gezüchtet und gehalten wurden.

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