Donnerstag, 28. Juli 2011

Gottes Segen - nicht nur für den Menschen, sondern auch für Hunde

In der Stadt Ahrensburg in Schleswig- Holstein fand am Sonntag in der ansässigen Schlosskirche wieder einmal der alljährliche Tiergottesdienst statt. Dieser wurde nun schon zum zwölften Mal vom Ahrensburger Verein für Tierrechte organisiert. Laut Elke Schuldt, der Zweiten Vorsitzenden des Vereins, war der Anlass für dieses Ereignis die Tatsache, dass viele Tierbesitzer am Sonntag nicht die Kirche besuchen können, da sie ihre Hunde nicht alleine Zuhause lassen möchten. So waren dieses Jahr 21 Hunde anwesend.
Pastor Helgo Matthias Haak, der den Gottesdienst hielt, predigte über die Missachtung der Tiere durch den Menschen und die daraus resultierenden Konsequenzen, nämlich Krankheiten wie BSE und die Vogelgrippe. Auch in den letzten Jahren ging es in den Predigten um Themen wie die Massentierhaltung. Um diese zwangloser zu gestalten, wurden Sketche aufgeführt. Am Ende der Andacht wurden dann noch Mensch und Tier gesegnet. Die Besucher sind aber nicht nur deswegen von der Möglichkeit, ihre Hunde mit in den Gottesdienst zu nehmen begeistert. In der Weise wird die Schlosskirche wohl auch nächstes Jahr beim Tiergottesdienst gut besucht sein.

Sowohl in der evangelischen, als auch in der katholischen Kirche finden Gottesdienste dieser Art Anklang. In ihnen wird auf die Tiere als Teil der Schöpfung Gottes eingegangen und den Umgang der Menschen mit ihnen. In der Bibel sind viele Geschichten in denen Tiere vorkommen vorhanden, wie zum Beispiel die des Franz von Assisi, der laut Legende die Heilige Messe an Weihnachten in Gegenwart von Tieren hielt und mit den Tieren sprach. So sind auch in einigen Gottesdiensten der heutigen Zeit Tiere herzlich willkommen- auch wenn sie ab und zu Lärm machen und in der Kirche herumtoben.

Die Möglichkeit, die Haustiere mit in den Gottesdienst zu bringen bedeutet für viele, dass sie nur dann überhaupt an ihnen teilnehmen können. Außerdem macht es Vielen Freude, ihre Tiere segnen lassen zu können und es bringt der Andacht eine gewisse Leichtigkeit.

Andererseits können es einige Gemeindemitglieder nicht nachvollziehen, dass die Tiere in das Gotteshaus eintreten dürfen und können dem Geschehen nicht allzu viel abgewinnen. Da dies jedoch nur einmal im Jahr stattfindet, können sich auch jene Menschen auf die Idee des Segen für Mensch und Tier einlassen.

Weitere Quellen zu dem Thema.

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