Mittwoch, 7. September 2011

Ferkel von Hündin adoptiert


Eine Hündin adoptiert Ferkel. Insgesamt sind es 14 Ferkel, die von einer Hündin in Kuba gesäugt werden und das, obwohl die Mütter der Ferkel noch leben. Die Hündin selbst hatte eigene Welpen, diese wurden ihr jedoch bis auf eines leider weggenommen.

So süß diese tierische Geschichte ist, so sehr fragt man sich, weshalb die Ferkel sich mehr für die Milch der Hündin, als für die Milch der eigenen Mütter interessieren. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass Schwein und Hund zwei völlig unterschiedliche Tierarten sind und deshalb vielleicht sogar Nachteile aus dieser Mutter-Kind-Beziehung entstehen können.

Für die Hündin wird es psychisch möglicherweise eine Hilfe gewesen sein, sich um die Ferkel zu kümmern, nachdem man ihr fast alle eigenen Welpen wegnahm.
Doch wie ist es mit einer möglichen Übertragung von Krankheiten? Könnten die Ferkel durch den engen Kontakt eine Krankheit auf die Hündin übertragen?
Und wie ist es mit der Zusammensetzung der hündischen Muttermilch?
Enthält diese Milch alles was die Ferkel brauchen?

Bei den meisten Tierbabys ist es so, dass sie Antikörper über die Muttermilch aufnehmen um vor bestimmten Krankheiten geschützt zu sein. So auch beim Ferkel.
Natürlich muss das Muttertier dafür überhaupt erst einmal gegen die typischen Schweinekrankheiten geimpft sein und es ist nicht bekannt, ob das bei den kubanischen Tieren der Fall ist.
Doch werden die Ferkel durch die Milch der Hündin auf keinen Fall Antikörper aufnehmen, die sie benötigen um gegen Krankheiten geschützt zu sein.

Grundsätzlich sollten Hunde jedoch möglichst wenig Kontakt zu Schweinen oder gar Wildschweinen haben. Auch sollen sie vor allem kein rohes Schweinefleisch fressen.
Dies hängt damit zusammen, dass Schweine die Aujeszky Krankheit (sogenannte Pseudowut) übertragen können und ein Hund dieses Herpesvirus etwa durch rohes Schweinefleisch aufnehmen kann.
Hat ein Hund sich mit diesem Virus infiziert, ist es nicht behandelbar und endet tödlich.
Daher sollte auch nicht das Risiko eingegangen werden, dass ein Hund engen Kontakt zu Schweinen hat und sich möglicherweise durch Aufnahme von Körpersekreten infiziert.

Letzten Endes sollte auch nicht vergessen werden, dass die Hündin nicht die Erziehung der Schweine übernehmen kann, wie es die richtigen Mütter getan hätten. So dass die Ferkel möglicherweise kein klassisches Schweineverhalten erlernen können.

Doch was soll man dagegen tun, wenn die Ferkel eine andere Mutter haben wollen und diese die ungewöhnlichen Kinder adoptiert? Es hat schon häufig ungewöhnliche Tierlieben und Tieradoptionen gegeben. Man erinnere sich an eine Schäferhündin, die Puma-Welpen adoptierte oder auch an das ein oder andere Katzenbaby, dass eine Hündin als Adoptivmutter bekam.

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