Dienstag, 28. Februar 2012

Helfer auf vier Pfoten: Assistenzhunde übernehmen Verantwortung

Blindenhunde in der Ausbildung
Haustiere stellen eine enorme Bereicherung in unserem Leben dar. Da lässt es sich nur erahnen, welche große Hilfe Assistenzhunde für Menschen mit Behinderungen darstellen. Dabei sind die Einsatzmöglichkeiten vielfältig. Ein Blindenhund weist den Weg und ermöglicht so eine sichere Teilnahme am öffentlichen Verkehr. Hierzu trägt er ein spezielles Geschirr, damit möglichst viele Richtungssignale ausgetauscht werden können. Für Rollstuhlfahrer ist besonders nützlich, wenn sein Hund Gegenstände bringt und Türen sowie Schubladen öffnet und schließt. Im Notfall kann der ausgebildete Vierbeiner das Telefon apportieren und seinem Menschen den Notruf ermöglichen. Therapiehunde hingegen leisten den größten Teil ihrer Arbeit nur durch ihre Anwesenheit und ein ausgeglichenes, gutmütiges Wesen. Im Kontakt mit Tieren blühen manche Menschen geradezu auf. So werden Hunde in Altersheimen, Kindergärten und zur Förderung von besonderen Menschen eingesetzt. Die niedrige Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme mit einem freundlich schwanzwedelnden Hund hilft insbesondere Menschen mit schwach ausgeprägten Sozialkompetenzen, den körperlichen Kontakt zuzulassen.
Auch Assistenzhunde brauchen Auszeit

Grundsätzlich sind alle Rassen für die Ausbildung zum Assistenzhund geeignet. Allerdings werden aus praktischen Gründen Hunde mittlerer Größe bevorzugt. Labrador Retriever und Golden Retriever zählen hier zu den bevorzugten Rassen, da sie von Natur aus über ein ausgeglichenes, gutmütiges Wesen verfügen, sich sehr gut auf Aufgaben konzentrieren können und gerne arbeiten. Für die Ausbildung werden die Hunde bereits im zarten Welpenalter gezielt nach ihrem individuellen Charakter ausgewählt. Wenn Sie einem Begleithund im Dienst begegnen, seien Sie sich der Verantwortung bewusst, die dieses Tier trägt. Verhalten Sie sich daher ihm gegenüber möglichst neutral, sprechen Sie ihn nicht an und streicheln Sie ihn nicht. Damit helfen Sie dem Hund, dass er sich ohne Ablenkung ausschließlich auf seine Aufgabe konzentrieren kann. Einen Begleithund im Dienst erkennt man meistens an der Aufschrift seines Geschirrs. Treffen Sie diesen Hund einmal in "zivil", dann können Sie nach vorheriger Absprache mit dem Besitzer auch einmal Kontakt aufnehmen.

Hunde können unersetzliche Partner im Leben werden

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