Freitag, 9. März 2012

Der ideale Begleithund für Reiter

Ein Trio, wie es unterschiedlicher nicht sein könnte. Das große Fluchttier Pferd, das kleine Raubtier Hund, und dazwischen ein Mensch als Verbindungsglied. Damit das funktionieren kann, bedarf es großer Disziplin und einer Menge Training auf allen drei Seiten.

Das grundsätzliche Verständnis sollte sein, dass ich als Mensch die Aufgabe habe, meine vierbeinigen Gefährten zu kontrollieren, aber auch voreinander zu schützen. Das Pferd muss lernen, dass der Hund keine wirkliche Bedrohung darstellt und mir vertrauen, dass ich ihn gut im Griff habe. Der Hund auf der anderen Seite muss die persönliche Distanzzone des Pferdes einhalten und darf keinerlei Ansätze zeigen, das Pferd jagen oder hüten zu wollen. Damit es in dieser Konstellation zu einem entspannten Ausritt kommen kann, wird dem Menschen viel abverlangt. Zu jeder Zeit muss er Pferd und Hund im Blick haben, um kritische Situationen bereits im Keim zu entschärfen.

Im Idealfall nehmen Sie den jungen Hund möglichst früh mit in den Reitstall. Beim ersten Besuch ist es völlig ausreichend, mit dem Welpen in sicherer Entfernung zu den Pferden über die Koppel zu spazieren. Zeigt er Interesse an den Pferden, dann ziehen Sie seine Aufmerksamkeit sofort auf sich selbst durch Leckerli oder ein ruhiges Spiel. Das Ziel soll sein, dass er zwar die Anwesenheit der Pferde zur Kenntnis nimmt, sich jedoch nicht übermäßig dafür interessiert. Nach und nach können Sie auch mal dichter an den Pferden vorbei laufen, oder auch eins kurz streicheln. Ansätze von Hüteverhalten oder Spielaufforderungen des Hundes den Pferden gegenüber müssen Sie sofort unterbinden. Dies kann sehr gefährlich werden für Hund, Pferd und nicht zuletzt auch für den Menschen.
Begleithunde für Pferde
Hat die erste Annäherung gut geklappt, dann können Sie im nächsten Schritt einen gemeinsamen Spaziergang machen. Führen Sie ein zuverlässiges Pferd am Führstrick und gestalten Sie den Ausflug in einer Weise, dass der Hund lernt, einige Meter voraus zu laufen. Üben Sie auch das Abrufen des Hundes und führen Sie ein „Warte“-Kommando ein. Bevor Sie weiter gehen, schicken Sie den Hund jedes Mal wieder voraus. Dort ist er nämlich auch vom Pferderücken aus immer im Sichtfeld des Reiters und gerät nicht unbeabsichtigt in den gefährlichen Bereich der Pferdehufe. Als nächstes probieren Sie auf dem Reitplatz, ob Ihr Hund Sie immer noch als Autorität anerkennt, wenn Sie auf dem Pferderücken sitzen. Funktionieren alle diese Dinge einwandfrei, dann steht dem ersten gemeinsamen Ausritt nichts mehr im Weg. Viele Rassehunde eigenen sich als Begleithund für Reiter. Es kommt auf Erziehung und Training an.

Hütehund mit Cowboy
Quellen: Wikimedia.

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