Freitag, 23. März 2012

Die Hormone spielen verrückt - Läufigkeit bei Hündinnen

„Etwas liegt in der Luft…was mag das nur sein?“ Solche Gedanken scheinen unkastrierte Rüden im Frühjahr und im Spätherbst zu haben. Zwei Mal im Jahr gibt die Natur unseren Hunden die Gelegenheit eine Familie zu gründen. Bei den Rüden macht es sich durch ein gesteigertes Interesse an Hündinnen bemerkbar. Manch ein Schlingel nutzt jetzt jede Gelegenheit, um der Allerliebsten einen Besuch abzustatten.

Aber auch bei einigen läufigen Hündinnen zeigt sich eine vorübergehende Verhaltensänderung. Während die eine jetzt extrem verschmust ist und deutlich mehr Zuneigung einfordert als sonst, kann eine andere Hündin besonders empfindlich sein auf Berührungen, sodass sie sich eher zurückzieht. Krault man eine Hündin oberhalb des Rutenansatz und sie hält daraufhin ihren Schwanz deutlich schräg, dann ist dies ein eindeutiges Zeichen für die Läufigkeit. Der verantwortungsvolle Hundebesitzer ist jetzt besonders Wachsam, um zu vermeiden, dass in einigen Wochen ein Wurf Hundewelpen mit unbekanntem Vater den Familienalltag aufmischt.

Mit der ersten Läufigkeit wird die Junghündin per Definition nun zum ausgewachsenen oder adulten Hund. Der Körper ist im Wesentlichen vollständig ausgewachsen. Die entsprechende psychische Reife erreicht die Mehrheit der Hündinnen jedoch erst nach der zweiten oder dritten Läufigkeit.
Was ist mit diesem Hund los?
Während der gesamten Läufigkeit sollten Sie die Hündin nicht von der Leine lassen. Ist es einmal unvermeidbar, dass sie sich mit einem unkastrierten Rüden in einem Raum aufhält, dann sollten Sie die beiden nicht aus den Augen lassen. Sogar ein kleiner Dackel kann ein hochgewachsenes Doggenmädchen verführen, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht sehr praktikabel zu sein scheint.

Und wenn Madame während ihrer Läufigkeit auch noch mit dem falschen Bein aufgestanden ist, dann lassen Sie ihr vielleicht einfach die Ruhe, die sie jetzt braucht.

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