Montag, 12. März 2012

Einführung eines Hundeführerscheins auch in Deutschland?

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Hunde keine Kuscheltiere sind, sondern durchaus mit ihren großen scharfen Zähnen umzugehen wissen. Die Meldungen von Beißvorfällen nicht nur bei Kampfhunden mehren sich, die Forderung nach schärferen Auflagen für Hundehalter werden immer lauter.

Während unsere europäischen Nachbarn bereits ihre Regularien verschärft haben, diskutiert man in Deutschland nach wie vor über die sogenannten „Listenhunde“. Einige Bundesländer verhängten Leinen- und Maulkorbpflicht, während andere Bundesländer die Hundesteuer für „Listenhunde“ drastisch erhöht haben. In der Schweiz muss schon seit 2008 jeder Hundehalter nachweisen, dass er über das Wissen und die praktischen Fertigkeiten verfügt, einen Hund sachgerecht zu halten. In Frankreich und Österreich unterliegen gewisse Rassen strengen Auflagen und auch in Deutschland gibt es Bemühungen die Situation um die sogenannten „Kampfhunde“ zu entschärfen. Bestimmte Rassen dürfen in vielen Ländern gar nicht mehr oder nur unter strengen Auflagen gehalten werden.

Doch was macht den Hund an sich zu einem „Kampfhund“? Nur weil er einer bestimmten Rasse angehört, gilt er nach Meinung des Gesetzgebers als gefährlich. Genetisch sind ihm also Eigenschaften in die Wiege gelegt, die im schlimmsten Fall fatale Folgen haben können. Aber auch ein an sich als harmlos eingestufter Familienhund kann bei unsachgemäßer Haltung zum Beißer werden. Letztendlich ist doch vor allem die Erziehung ausschlaggebend.
Typischer Listenhund: American Staffordshire Terrier. Bild: Wikimedia
Um eine gerechte Lösung für alle zu finden, dreht sich die Diskussion in Deutschland nun erneut um die Einführung eines generellen Hundeführerscheins. Jeder Hundehalter soll dann diesen Befähigungsnachweis erbringen, indem er einen theoretischen Kurs absolviert und sich sowie den Hund einer praktischen Prüfung unterzieht. So soll gezeigt werden, dass eine Gefährdung von Mensch und Tier durch dieses Hund-Halter-Gespann nicht zu erwarten ist. Ob damit aber das Ziel erreicht wird, die potenziell gefährlichen Hunde herauszufiltern, wird erst die Zeit zeigen. Aber bis dahin wird es bestimmt noch eine Weile dauern, schließlich mahlen die Mühlen der Bürokratie in den deutschen Bundesländern sehr langsam. Lesen Sie mehr zu der Diskussion rund um Kampfhunde hier im Ratgeber Welche Hunde sind verboten?.

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