Mittwoch, 21. März 2012

Hunderollwagen - Ein Hundeleben auf zwei Beinen

Auch Hunde brauchen Rollstühle

Ein Unfall, eine unglücklich verlaufene Krankheit, ein Geburtsfehler. Die Ursachen sind vielfältig und die Auswirkungen manchmal fatal. Wenn die Hinterläufe ihren Dienst versagen, dann ist guter Rat teuer. Hier ist der individuell angepasste Hunderollwagen eine Investition, die sich lohnt. So verschieden die unterschiedlichen Hunde und ihre Behinderungen sind, genauso verschieden sind die handgefertigten Modelle. Die gesamte Hinterhand wird schwebend in einem Gestell befestigt, welches auf Rollen über den Boden gleitet. Mit etwas handwerklichem Geschick und dem Gespür für den Bewegungsablauf der Hunde können Sie einen solchen Hunderollwagen sogar selbst zusammenbauen. Alle hierfür benötigten Teile sind im Fachhandel erhältlich.

Klären Sie jedoch unbedingt ab, ob bei Ihrem Hund weitere Erkrankungen vorliegen, die gegen den Gebrauch eines Hunderollwagens sprechen. Auch wenn die Aufhängung für den Rumpf und die Hinterläufe gut gepolstert ist, können Druckstellen oder Scheuerstellen entstehen. Diese Art der Fortbewegung ist außerdem deutlich anstrengender für den Hund, als sein natürliches Laufen auf vier Beinen. Daher empfiehlt es sich den Rollwagen nur für die Spaziergänge einzusetzen. Im heimischen Garten und im Haus ist die bewährte „Rutschtechnik“ geeigneter, denn dort sind ohnehin zu viele Hindernisse, an denen die Rollen sich festfahren könnten. 

Ein häufiges Problem bei Hunden, die sich aufgrund körperlicher Einschränkungen dicht am Boden bewegen ist der Zugang zu Wasser- und Futternapf. Durch ein schräges und niedrig liegendes Napfgestell können Sie ihrem Liebling den Zugang deutlich erleichtern. Plastiknäpfe schneiden Sie einfach mit einer Schere oder einem scharfen Messer am unteren Rand schräg zu. Als Hilfe um Stufen zu überwinden reicht meistens ein einfaches Holzbrett. So steht einem glücklichen Hundeleben auf zwei Beinen nichts mehr im Weg.

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