Donnerstag, 15. März 2012

Wer die Wahl hat, der hat die Qual. Welcher Welpe ist der richtige?

Ist es dieser? Oder dieser? Über Welpen Kleinanzeigen stehen viele niedliche Hündchen mit Bild zur Auswahl. Die einfachste Methode ist es, den Welpen selbst auswählen zu lassen. Viele verlassen sich darauf, dass das Hundebaby sich intuitiv schon den richtigen Besitzer auswählen wird. Aufgrund der Anpassungsfähigkeit der Welpen in ihren ersten Lebensmonaten ist dies eine Vorgehensweise die auch meistens zum Ziel führt. Wer allerdings schon eine genaue Vorstellung hat, welchen Hundesport er gerne mit seinem Vierbeiner ausüben möchte, der sollte sich schon ein wenig mehr Gedanken darüber machen, welche Charakterzüge in diesem Fall vorzuziehen sind. Denn aus einem geborenen „Angsthasen“ wird man wohl kaum einen „Draufgänger“ machen können.

Grundsätzlich unterscheidet man bei Hunden vier Wesenstypen:

1. Der ausgeglichene, bewegliche Typ: Diese Hunde lassen sich leicht zur Arbeit motivieren. Eine gewisse Sportlichkeit ist ihnen in die Wiege gelegt. Fördert man diesen Wesenstyp und gibt ihm eine Aufgabe, dann wächst er förmlich über sich hinaus. Aber auch seine Pausenzeiten kann er ausgiebig genießen.

2. Der ausgeglichene, träge Typ: Wenn Sie sportlich ambitioniert sind, sollten Sie sich lieber einen anderen Welpen aussuchen. Ein Welpe, der jetzt schon lieber bequem gleich neben der Milchbar schläft, während die Geschwisterchen die Welt erkunden, der wird später vermutlich auch keine Bäume ausreißen.

3. Der unausgeglichene Typ: Achtung, hier holen Sie sich eine ganze Portion Temperament ins Haus. Dieser Hund will beschäftigt werden. Jeder noch so kleine Reiz weckt seine Aufmerksamkeit. Eine konsequente Erziehung ist erforderlich, um langfristig das Zepter in der Hand zu behalten. Dabei sollten Sie selbst Ruhe ausstrahlen um das lodernde Temperament bändigen zu können.


4. Der schwache Typ ist sehr sensibel. In der Begegnung mit anderen Hunden zeigt sich oft Ängstlichkeit und Unterwürfigkeit. Solche Hunde brauchen eine Bezugsperson, die ihnen wie ein Fels in der Brandung zur Seite steht. Für Anfänger sind sie also denkbar ungeeignet. Eine konsequente aber gleichzeitig liebevolle Erziehung gibt Hunden vom schwachen Typ mehr Selbstvertrauen.

Diese unterschiedlichen Wesenstypen und diverse Mischformen können bestimmten Rassen zugeordnet werden. So ist bereits die Auswahl der passenden Rasse ein wichtiger Schritt zum „richtigen“ Hund. Aber auch innerhalb eines Wurfes kann man verschiedene Wesenstypen finden. Sprechen Sie doch einfach mit dem Züchter über Ihre Wunschvorstellungen. Er kennt seine Welpen besser als jeder andere und kann Ihnen sagen, welcher davon am besten zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt.

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