Mittwoch, 25. April 2012

Die eigene kleine Welt der Hunderudel

Uns Menschen fällt es oft schwer, die dynamischen hierarchischen Strukturen in einem Hunderudel zu durchschauen. Anhand der Körpersprache der einzelnen Tiere lässt sich jedoch relativ einfach die momentane Rangfolge bestimmen. In wenigen Tagen kann diese allerdings schon wieder ganz anders aussehen. Wer mehrere Familienhunde hält, der sollte ein genaues Auge darauf haben, ob sich ernsthafte Rangordungskämpfe anbahnen, um frühzeitig eingreifen zu können.

Größe spielt keine Rolle bei der Rangordnung

 

Rennspiele sind beliebt auch um die Rangfolge zu klären
(Foto: Elsie | flickr.com)
In einem Wolfsrudel sind die Fronten meist geklärt. Alphamännchen und Alphaweibchen führen die Gruppe an, die anderen Rudelmitglieder sind zumeist enge Verwandte. Der Rudelverband verfolgt grundsätzlich nur zwei Ziele, die Nahrungsbeschaffung und den Nachwuchs der Alphatiere aufzuziehen. Beide Ziele fallen für unsere heutigen Haushunde in der Regel weg. Außerdem sind die kleinen Rudel oft aus verschiedenen Rassen zusammengewürfelt, so wie es sich im Laufe der Zeit ergeben hat. Während manche Rassen grundsätzlich eher friedlich veranlagt sind (zum Beispiel Berner Sennenhunde), sind andere eher kämpferisch (zum Beispiel Terrier), sodass sich auch ein kleiner flinker Hund gegen einen größeren friedfertigen durchsetzen kann. Daher lässt die Größe der Hunde keine Schlüsse auf die zu erwartende Rangordnung zu.

Typische Verhaltensweisen

 

Natürlich steht dem Ranghöchsten das Recht zu, sich als erster am Futter zu bedienen, bis er satt ist. Im Alltag unserer Haushunde muss daher der Hundebesitzer darauf achtgeben, dass alle Hunde ihre Portion abbekommen und keiner hungern muss. Ist der Mensch nämlich im Rudel der Ranghöchste, dann steht ihm auch das Recht zu, das Futter einzuteilen. Gleichzeitig werden die Hunde in seiner Gegenwart keine ernsthaften Rangeleien austragen. Umso wichtiger ist es, dass die Hunde im Spiel untereinander ihre Kräfte testen können. Hierbei kommt im Wolfsrudel dem Alphamännchen eine wichtige Rolle zu. Kommt es zu ernsthaften Auseinandersetzungen, dann kann er durch seine bloße Anwesenheit die Gemüter beruhigen. An Spielen hingegen nimmt er grundsätzlich nicht teil, denn seine Position im Rudel ist ohnehin unangefochten die Spitze. Die Weibchen im Zaum zu halten ist hingegen die Aufgabe des Alphaweibchens, denn nur ihr steht das Recht auf Nachwuchs zu. Diese Verhaltensweise legen auch unsere läufigen Haushunde an den Tag. Eine läufige Hündin versucht zum Einen, den passenden Partner zur Verpaarung zu finden, zum anderen unterdrückt sie oft andere Weibchen um ihr alleiniges Recht durchzusetzen. Daraus resultieren die Spannungen zwischen mehreren Hündinnen, weshalb es wichtig ist auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Rüden und Hündinnen zu achten und sie zu kastrieren.Weitere Tipps und nützliche Informationen rund um das Thema Hunde erhalten Sie im Hunderatgeber bei markt.de.

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