Montag, 23. April 2012

Die „Wasserratten“ unter den Hunden

Schwimmen mit Hund ist wohl eine der schönsten Hundebeschäftigungen im heißen Sommer. Manche Hunde lassen keine Gelegenheit aus, um ein ausgiebiges Bad zu nehmen, andere gehen schon bei leichtem Nieselregen nur ungern vor die Tür. Dieses Verhalten ist zu einem großen Teil natürlich erlerntes Verhalten.

Anerzogenes Wetterempfinden

Wenn der Mensch Regen und Kälte meidet, dann lernt der Hund im Laufe der Zeit, dass die Spaziergänge bei nass-kalter Witterung eher kurz gehalten werden. Liebt der Mensch hingegen ausgedehnte Spaziergänge auch wenn der Himmel alle Schleusen geöffnet hat, dann sind auch die meisten Hunde mit Feuereifer dabei. Und wer bereits vom Regen klitschnass ist, der scheut sich in der Regel auch nicht davor, ein Bad im nahegelegenen Fluss zu nehmen.

Rassebedingte Unterschiede

Schäferhund beim Schwimmen
Neben dem anerzogenen Wetterempfinden unserer Hunde gibt es natürlich auch rassebedingte Unterschiede. Einige Rassen sind gezielt auf ihre Eignung für die Arbeit im Wasser gezüchtet worden, zum Beispiel Polnischer Wasserhund, Neufundländer, Barbet und der Irische Wasserspaniel, um nur einige zu nennen. Weitere Hunderassen gelten naturgemäß als wasserliebend, so wie der Australian Shepherd, Labrador, Golden Retriever und Pudel.

Aber auch wenn die Liebe zum Wasser ihnen quasi in die Wiege gelegt wurde, heißt das längst nicht, dass sie sich später zu regelrechten „Wasserratten“ entwickeln. Das liegt daran, dass sie zunächst nicht wissen, dass sie schwimmen können. Aus den Augen eines Hundes betrachtet ist Wasser eine unheimliche Substanz. Obwohl sie eine Oberfläche sehen, können sie darauf nicht stehen. Die Füße tauchen ein, ob sich darunter irgendwo fester Grund befindet können sie nicht sehen. Es braucht daher anfangs eine große Überwindung, damit der Hund lernt, sich auf sein Gefühl zu verlassen. Er muss lernen mit den Pfoten sicheren Untergrund zu ertasten und darauf zu stehen. Wagt er sich nach und nach ins tiefere Wasser vor, so wird er irgendwann von ganz alleine entdecken, dass er sich auch ohne festen Untergrund im Wasser fortbewegen kann. Dies ist ein Prozess, den der Hund selbstständig durchmachen muss. Wir können ihn darin lediglich unterstützen, indem wir ihm zeigen, dass das Wasser an sich nicht gefährlich ist. Geht man ein kleines Stück voraus ins Wasser, dann fällt es dem Hund leichter sich zu überwinden. Die motorischen Fähigkeiten zur Fortbewegung im Wasser muss er jedoch ganz alleine erlernen.

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