Donnerstag, 12. April 2012

„Komm“ ist das wichtigste Kommando in der Hundeerziehung!

Für jeden Hundebesitzer ist es essentiell, dass sein vierbeiniger Begleiter jederzeit abrufbar ist. Abrufen bedeutet, dass der Hund auf ein bestimmtes Kommando hin sofort und auf direktem Weg zu seiner Bezugsperson kommt. Dabei ist es nicht so wichtig, ob Sie eine Pfeife benutzen, zweimal in die Hände klatschen oder ein Stimmkommando wie „Komm“, „Hier“ oder den Namen des Hundes benutzen. Viele Hundebesitzer bedienen sich für dieses wichtige Abrufsignal jedoch eines unverkennbaren Hörzeichens, wie ein Pfiff. So ist sichergestellt, dass der Hund auch auf größere Distanzen das Abrufsignal sofort hört und entsprechend darauf reagiert, wie es ihm antrainiert wurde.

Das Training

 

Das Hören auf ein bestimmtes Abrufsignal
muss trainiert werden. Bildquelle: wikimedia.
Aber wie übt man das Herankommen am effektivsten?
Ganz einfach: Das Signal wird mit einem positiven Ereignis verknüpft. Der Hund lernt, dass etwas Schönes passiert, jedes Mal wenn er das Abrufsignal hört. Folglich kommt er freudig angelaufen und freut sich auf das was nun kommen mag. Dies kann ein besonders schmackhaftes Leckerli, das Lieblingsspielzeug oder auch schlicht eine Streicheleinheit sein. Finden Sie selbst heraus, welche Belohnung für Ihren Hund die größte ist. Haben Sie also Ihre Grundüberlegungen angestellt und Abrufsignal, Belohnung und ein wenig Zeit im Gepäck, dann kann das Training losgehen. Beginnen Sie in einer reizarmen Umgebung, zum Beispiel innerhalb der Wohnung oder im eigenen Garten. In der Regel wird Ihr Hund schon bald von sich aus Kontakt zu Ihnen aufnehmen. In dem Moment, wo er sie anschaut, geben Sie das Signal und bestätigen Sie ihn mit der Belohnung. Anfangs können Sie sein Interesse wecken, indem Sie ihn kurz aufmerksam machen.

Ziel soll sein, dass der Hund auf das Signalwort hin den Blickkontakt sucht. Dieser erste und gleichzeitig schwierigste Schritt hat noch relativ wenig mit dem zukünftigen Abrufen zu tun. Er dient lediglich dazu, den Hund darauf zu konditionieren, eine positive Erwartungshaltung auf das Abrufsignal hervorzurufen. Ist dies geglückt, dann können Sie langsam den Schwierigkeitsgrad erhöhen. Lassen Sie die Distanz zwischen sich und dem Hund größer werden und üben Sie bei immer größer werdender Ablenkung. Gehen Sie dabei behutsam vor und überfordern Sie Ihren Hund nicht.

Klappt das Abrufen einmal nicht, dann seien Sie nicht allzu ärgerlich. Vermutlich war die Situation einfach zu schwierig für Ihren Hund. Gehen Sie zurück auf eine niedrigere Schwierigkeitsstufe und führen Sie das Training mit einer positiven Grundstimmung fort.

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