Dienstag, 24. April 2012

Kommandos auf Distanz

Das wohl wichtigste Kommando in der Hundeerziehung, nämlich das Abrufsignal „Komm“ oder „Hier“, ist genau genommen auch ein Kommando auf Distanz. Der Hund soll das Kommando befolgen, obwohl er sich zwar innerhalb der Hörweite, aber außerhalb unserer Reichweite befindet. Prinzipiell stellt es für ihn daher kein Problem dar, auch „Sitz“ und „Platz“ auf Distanz auszuführen. In Prüfungen des Hundesports wird der Hund zum Beispiel eine bestimmte Strecke geradeaus voraus geschickt, während der Hundeführer stehen bleibt. Nach einer gewissen Strecke verweilt der Hund mit „Steh“, „Sitz“ oder „Platz“ so lange bis das nächste Kommando ertönt.

Erleichterung im Alltag


Auch Filmhunde müssen Kommandos auf Distanz ausführen 
Zugegeben ist diese Kombination verschiedener Kommandos recht anspruchsvoll und eher für sportlich ambitionierte Hundehalter interessant. Aber auch im normalen Alltag eines Familienhundes kann das Stehenbleiben auf Zuruf hilfreich sein. Zum Beispiel, wenn ein Glas heruntergefallen und zerbrochen ist, dann kann der Hund per Zuruf angewiesen werden, sich nicht von der Stelle zu bewegen, bis die Gefahr beseitigt ist. Aber auch im Strassenverkehr und beim Freilauf im Wald ist es manchmal hilfreich seinen Hund auf der Stelle stoppen zu können, um in brenzligen Situationen etwas Zeit zu gewinnen.

Das Training

Beherrscht Ihr Hund bereits die gängigen Grundkommandos „Sitz“ und „Platz“, sowie idealerweise auch noch „Steh“, dann gestaltet sich das Training relativ einfach. Nehmen Sie den Hund an die Schleppleine und lassen Sie ihn ein wenig voraus laufen. In einem relativ entspannten Moment ohne große Ablenkung geben Sie das Kommando zum Verweilen auf der Stelle. In der Regel ist der Hund alleine davon schon so überrascht, dass er stehen bleibt und Sie anschaut, andernfalls helfen Sie mit der Schleppleine sanft ein wenig nach. Anschließend gehen Sie schnell zu Ihrem Hund und belohnen das richtige Verhalten. Hat er das „Sitz“ oder „Platz“ nicht richtig ausgeführt, dann setzten Sie dies jetzt um, während Sie neben ihm stehen.

Damit ist der erste Schritt bereits getan. Ihr Hund hat gelernt, auf ein bestimmtes Kommando hin einfach am Ort zu verweilen und auf Sie zu warten. Nun können Sie nach und nach den Abstand vergrößern, verschiedene Kommandos auf Distanz geben und diese Übung vielleicht auch in ein Spiel einbauen. Übrigens arbeiten Filmhunde fast nur mit Kommandos auf Distanz. Schließlich darf der Hundetrainer nicht im Bild erscheinen und muss seinen Hund vom Rand des Settings aus anleiten, welche Bewegungen er ausführen soll. Auf markt.de erhalten Sie weitere Tipps zur Hundeerziehung.

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