Sonntag, 29. April 2012

Spricht Ihr Hund manchmal mit Ihnen?

Wenn Hunde sprechen könnten, dann müssten wir uns gewiss auf einiges gefasst machen! Viele Hundebesitzer würden mir in diesem Punkt sicher zustimmen, denn manche Exemplare sind auch ohne einen einzigen Mucks von sich zu geben wahre Quasselstrippen.

Die Mimik

 Anhand der Mimik des Hundes lässt sich vieles deuten
(Foto: Lewis Collard | Lewiscollard.com)
Wer gelernt hat, die Mimik seines Hundes zu deuten, der weiß auch ohne Worte, was gerade in dessen Kopf vorgeht. Von „lass mich in Ruhe, ich will schlafen!“ über „komm, wir spielen ein tolles Spiel!“ bis hin zu „Der ist doof, mit dem will ich nicht spielen!“ können wir die meisten emotionalen Regungen unserer Hunde anhand ihrer Mimik und in Kombination mit dem jeweiligen Kontext relativ gut deuten. Wenn sie tatsächlich einmal laut werden, um uns zum Beispiel von ihrem Futter oder vom Lieblingsspielzeug fern zu halten, dann ist in der Erziehung definitiv etwas schief gelaufen. Hunde dürfen ihre Lautsprache niemals gegen die eigenen Bezugspersonen einsetzen, in diesem Fall besteht meist ein Dominanzproblem. Aber auch sonst ist es bei Familienhunden eher unerwünscht, dass Menschen auf der Straße, beim Freilauf im Wald oder im eigenen Garten verbellt werden – außer es handelt sich um Personen die unbefugt eindringen, was Hunde in der Regel gut unterscheiden können.

Auf Kommando bellen

Anders sieht es aus im Hundesport, wie der Rettungshunde- oder Schutzhundeausbildung. Hier ist eine ausgeprägte Lautsprache durchaus erwünscht, wenn es darum geht die Position gesuchter Personen anzuzeigen. Damit und mit seiner Körpersprache teilt der Hund seinem Hundeführer die exakte Position der vermissten Person an, ohne diese jedoch in irgendeiner Form körperlich zu belästigen. Das Bellen ist das unmittelbare und unmissverständliche Signal, dass der Hund mit seiner Suche erfolgreich war.

 Im Hundesport ist eine ausgeprägte Lautsprache erwünsch
Aber wie bringt man eigentlich einen Hund dazu, auf Kommando zu bellen? Es erfordert natürlich ein wenig Geschick im Umgang mit dem eigenen Hund, sowie ein gutes Timing. Manche Hunde bieten das Bellen von sich aus an, andere sind mit keinem Mittel dazu zu bewegen, auch nur einen Laut von sich zu geben. Erzwingen kann man es jedenfalls nicht. Beobachten Sie Ihren Hund, zeigt er einem bestimmten Gegenstand gegenüber ein spielerisch aufgebrachtes Verhalten? Vielleicht beim Feuerzeug, beim ferngesteuerten Spielzeugauto oder auf ein unangenehmes Geräusch hin? Dann haben Sie den Schlüssel bereits gefunden. Mit Hilfe dieses Gegenstandes bringen Sie Ihren Hund zum Bellen und verknüpfen dies mit einem Signalwort, zum Beispiel „Laut“. Direkt im Anschluss üben Sie jeweils auch das Abbruchkommando „Still“. Schon bald wird dies auch ohne den jeweiligen Trainingsgegenstand funktionieren.Weitere Informationen rund um das Thema Hund erhalten Sie im Hunderatgeber bei markt.de.

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