Mittwoch, 18. April 2012

Welpen und ihre Tischgewohnheiten


Die Milchbar hat für immer geschlossen, der Welpe ist nun beim Futtererwerb auf sich selbst gestellt. An dieser Stelle fangen die Herausforderungen der Ernährung eines jungen Welpen an. Bei vielen Hundekindern kann man kurz nach dem Umzug in ihre neue Familie eine gewisse Appetitlosigkeit feststellen.
Dies hat oft mehrere Gründe:
·        Die Aufregung des Umgebungswechsels
·        Das Fehlen von Muttertier und Geschwistern
·        Futterumstellung
Welpen bei der Fütterung
(c) Wikimedia Commons

Aber keine Sorge, in der Regel ist der Hunger spätestens nach ein paar Tagen groß genug, dass Ihr Welpe sein Futter wieder fressen wird. Bezüglich der Fütterungszeiten passen Sie sich am besten dem Rhythmus an, den der Welpe vom Züchter gewohnt war. Von diesem können Sie auch in Erfahrung bringen, welches Futter er bislang verwendet hat. Stellen Sie dann erst nach und nach auf das neue Futter um. Den Umgebungswechsel können Sie Ihrem Welpen freilich nicht ersparen, aber das Fehlen seiner Hundefamilie können Sie ausgleichen so gut es geht. In ihrem bisherigen Leben haben die Welpen immer in Gesellschaft von ihren Geschwistern und der Mutter gefressen. Vielen Welpen hilft es gerade in der ersten Zeit, wenn man sich zur Fütterung dazu setzt. In Gesellschaft frisst es sich einfach besser. Allerdings ist in Gesellschaft das Futter natürlich auch schneller leer. Mit seinen Wurfgeschwistern hat Ihr Welpe bereits gelernt, dass er nur so lange fressen kann, bis alles aufgefressen ist. Frisst er zu langsam, bekommt er eben nicht so viel ab. Dies können Sie nachstellen, indem Sie nach zehn Minuten den Fressnapf wegstellen, egal ob er leergefressen ist, halb voll oder ganz voll. Durch das Beschränken der Ressource „Futter“ wird sie wieder deutlich attraktiver für den Welpen. Nur wenn diese Maßnahmen nicht zielführend sind und der Hungerstreik Ihres Welpen länger als drei Tage andauert, sollten Sie über Futterwechsel oder die Beigabe von Nassfutter nachdenken. Übergangsweise können Sie schmackhaftes Nassfutter mit dem gewohnten Trockenfutter mischen, langfristig sollten Sie jedoch darauf bestehen, dass Ihr Hund das von Ihnen zuerst angebotene Futter frisst. Ansonsten werden Sie schon bald Schwierigkeiten bekommen, den verwöhnten Gaumen Ihres selbstgezogenen Gourmets mit immer neuen Leckereien zufrieden zu stellen. Lesen Sie hier mehr Tipps zur optimalen Fütterung Ihres Hundes.

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