Freitag, 4. Mai 2012

Das erste Lebewesen im All: Die Hündin Laika

Die kleine Astronautin auf vier Pfoten flog am 3. November 1957 auf der Rakete Sputnik 2 in das Weltall, ein Meilenstein in der Geschichte der Raumfahrt. Die kleine Hündin wurde streunend auf der Straße aufgegriffen, sie war dreijährig und hatte ein Gewicht von etwa sechs Kilogramm. Vermutlich stammte sie unter anderem von Husky und Terrier ab, Genaueres hierzu ist nicht bekannt. Zusammen mit zwei anderen Hunden, Albina und Muschka, wurde die Mission vorbereitet. Schließlich fiel die erste Wahl auf Laika, die während Belastungstest die besten Eigenschaften für die eigentliche Mission zeigte, notfalls sollte Albina an ihrer Stelle den Flug antreten. Durch ausgiebiges Training bereitete man die Hunde auf die Mission vor: Gewöhnung an enge Räume, Lärm und spezielle Nahrung um nur einige zu nennen. Doch trotz all dieser Arbeit im Vorfeld sollte die Mission für Laika nicht gut ausgehen. 
Blick aus dem Weltall auf die Erd
(Foto: NikoLang | Wikimedia Commons)

Noch nie zuvor war ein Lebewesen in die Schwerelosigkeit gereist, so wusste man auch nicht, dass die Beschleunigung und die enorme Hitzeentwicklung dem tierischen Organismus derart zu schaffen machen würde, dass die Hündin kurz nach Erreichen der Umlaufbahn starb. Überhitzung wurde als Todesursache angegeben, denn durch einen Defekt in der Konstruktion stieg die Temperatur auf 40°C. Wenige Jahre später starteten Strelka und Belka auf der Sputnik 5 ins All und kehrten am 20. August 1960 lebend auf die Erde zurück.

Der große Bekanntheitsgrad der Hündin Laika ist nicht nur darauf zurückzuführen, dass sie ungewollt das erste Lebewesen im All war. Vielmehr sorgte der Tatbestand für Diskussion, dass sie niemals lebend auf die Erde zurückkehren sollte. Die Technik war zum damaligen Zeitpunkt schlichtweg nicht weit genug fortgeschritten. Heute erinnern Briefmarken, Schokolade und Zigaretten an die Hündin. Sogar ein kleines Stück Boden auf dem Mars wurde inoffiziellen Quellen zufolge nach ihr benannt.

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