Dienstag, 8. Mai 2012

Gelenkprobleme: von Arthrose, Hüft- und Ellbogendysplasie

Hüftdysplasie beziehungsweise Hüftgelenksdysplasie oder einfach nur „HD“ genannt, bezeichnet eine Fehlentwicklung im Hüftgelenk. Allgemein kann dies bei allen Hunderassen auftreten, insbesondere jedoch bei großwüchsigen Rassen wie dem Deutschen Schäferhund, Boxern und Schweizer Sennen Hunden. Durch gezielte Zuchtauswahl kann diese überwiegend genetisch bedingte Krankheit eingedämmt werden. Zudem fördern falsche Ernährung und Haltung die Krankheit. Sie äußert sich vor allem in Bewegungseinschränkung und Schmerzen. Die Diagnose erfolgt relativ zuverlässig mit einem Röntgenbild. Als Therapiemöglichkeiten stehen das operative Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks oder eine langfristige Schmerztherapie zur Verfügung.

Stark übergewichtige Katze

Auch die Ellbogendysplasie, oder einfach kurz „ED“, ist ebenfalls bei schnellwüchsigen Hunderassen verbreitet. Sie ist vererbt und wird durch zu schnelles Wachstum und falsche Fütterung begünstigt. Die Beschwerden treten bereits im Alter von vier bis acht Monaten auf, wobei zunächst die deutliche Einschränkung des Bewegungsumfangs auffällt. Die operativen Möglichkeiten können keine Heilung erwirken, im Regelfall wird mit einer schmerz- und entzündungshemmenden Therapie behandelt. In Folge der Ellbogendysplasie entwickelt sich auch eine Arthrose. Auch hier kann durch gezielte Zucht das Risiko einer Erkrankung der Jungtiere deutlich vermindert werden.

Arthrose entwickeln viele Tiere im Laufe ihres Lebens. Grundsätzlich ist der Gelenkverschleiß ein natürlicher Vorgang, der jedoch als Erkrankung gesehen wird, sofern er das altersübliche Maß deutlich übersteigt. Die Ursachen sind vielfältig. Auf einige haben die Hundehalter wenig Einfluss, wie angeborene Fehlstellungen, Verletzungen und Entzündungen an den Gelenken oder Knochenerkrankungen. Andere Ursachen sind in den Haltungsbedingungen zu finden. Als Symptome zeigt sich vor allem belastungsabhängiger Schmerz. Im fortgeschrittenen Stadium können auch Gelenkgeräusche auftreten. Auch bei Arthrose kann ein operativer Eingriff vorgenommen werden oder lediglich eine Schmerztherapie erfolgen.

Übergewichtige Tiere oder solche, die bereits in der Wachstumsphase hohen Belastungen ausgesetzt sind, neigen eher dazu, eine Arthrose HD oder ED zu entwickeln. Daher sollten Jungtiere eher ein wenig zu dünn, als zu dick sein. Hohe Sprünge, vor allem abwärts – sollten vermieden werden, da diese punktuell eine hohe Belastung der Gelenke darstellen. Agilty beginnt man erst mit körperlich ausgewachsenen Hunden, je nach Rasse im Alter von ein bis anderthalb Jahren. Durch Gabe von geeignetem Futter können allzu schnelle Wachstumsschübe verringert werden, die ebenfalls zu Beschwerden im Bewegungsapparat führen können.


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