Dienstag, 29. Mai 2012

Hundehalsband oder Geschirr? Oder vielleicht auch beides?

Halsbänder

Zugegeben, das Geschirr ist deutlich angenehmer für den Hund, wenn er gelegentlich an der Leine zieht und zum Anschnallen im Auto ist ein Halsband denkbar ungeeignet. Wer eine echte Wasserratte hat, dem sei jedoch ein Halsband nahegelegt. Die Geschirre brauchen meist deutlich länger zum Trocknen und sind sicher auch nicht sehr angenehm zu tragen, wenn sie nass sind. Halsbänder sollten dem Hals des Hundes angepasst sein. Hunde mit langem Hals benötigen ein breites Halsband, während kleine Hunde mit kurzem Hals auch mit einem schmalen Halsband gut zurechtkommen. Zug-Stopp Halsbänder und solche mit Schnapp-Verschluss lassen sich leichter anlegen und wieder abnehmen. Bei Halsbändern ohne Verschluss, die auf eine feste Größe eingestellt sind, kann es dem Hund unangenehm sein, wenn sie ihm über die Ohren gezogen werden.

Halsbändern genauso wie Geschirre können Scheuerstellen verursachen, an denen das Fell einfach abbricht. Insbesondere bei Nylon ist dies oft zu beobachten. Um dem entgegen zu wirken nehmen Sie doch einfach das Halsband beziehungsweise Geschirr zu Hause ab. Hier zeigt sich wieder der Nutzen von Halsbändern, die mit einem Griff abgenommen werden können, während Geschirre oft umständlich an- und abgeschnallt werden müssen.

Geschirre

Huskys mit Geschirr. (c) Wikimedia, Autor: Shambarimem.
Welpen werden am besten mit einem Geschirr geführt, um die Wirbelsäule zu schonen. Denn die Kleinen machen manchmal unvorhersehbare Sprünge auf der Jagd nach einem fliegenden Blatt oder sie vergessen, dass sie angeleint sind und rennen einfach los. Erst wenn die Leinenführigkeit mit einem Geschirr halbwegs klappt, kann man ruhigen Gewissens auf ein Halsband umsteigen – muss man aber nicht. 

Im Winter spricht eigentlich alles für ein Geschirr mit reflektierenden Flächen. Kombiniert mit einer reflektierenden Leine werden Hund und Hundehalter auch im Dunkeln frühzeitig von herannahenden Autos erkannt. Dies erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr um ein Vielfaches. Aber auch zur Jagdsaison sind die Hunde mit einem großen und auffälligen Geschirr besser davor geschützt mit einem Fuchs verwechselt zu werden. Manche Rassen sind gefährdeter als andere, so zum Beispiel der Harzer Fuchs.

Letztendlich obliegt die Entscheidung Ihnen ganz alleine, welche Lösung ideal ist für Sie und Ihren Hund. Wägen Sie gesundheitliche, sicherheitstechnische und erzieherische Aspekte ab, damit Sie eine gute Entscheidung treffen können.

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