Donnerstag, 3. Mai 2012

Hütehunde und ihre verantwortungsvolle Aufgabe

Hütehunde wurden früher nur zu einem Zweck gezüchtet: sie sollten den Hirten bei seiner Arbeit unterstützen. Entsprechend waren die Zuchtziele vor allem darauf ausgelegt, einen zuverlässigen und arbeitsfreudigen Arbeitshund zu züchten. Das Fell sollte guten Schutz gegen Wind und Wetter bieten, der Körperbau eher sportlich sein. Große Ausdauer, Gehorsam auch auf Distanz und ein scharfer Verstand zeichnen sie zudem aus. Ihre Körpersprache setzen sie gezielt ein, um ihre Herde zusammen zu halten und zu lenken. Charakteristische Verhaltensweisen, die beim Hüten eingesetzt werden sind das sogenannte „Auge zeigen“ und Anschleichen.
Altdeutscher Hütehund (Quelle: markt.de)

Typische Koppelgebrauchshunde sind die Bearded Collies, Border Collies und Australian Shepherds. Diese werden vorwiegend eingesetzt, um Schafe von einer Koppel in die nächste zu treiben, oder in einen Pferch. Manchmal helfen sie auch, einzelne Tiere aus der Herde zu separieren. Beim Hüten großer Rinderherden auf offenen Flächen kamen hingegen früher eher die körperlich robusteren Rottweiler zum Einsatz, die besser mit den sprichwörtlich „sturen Rindviechern“ umgehen konnten. Die Arbeit mit lebenden Tieren bleibt in der Regel jedoch den „echten“ Arbeitshunden vorbehalten.

Um seinen Familienhund der Hüterasse nun artgerecht auslasten zu können, muss sich niemand extra eine Schafherde zulegen, zumal es für die Schafe mit Stress verbunden ist, von einem Hund (Raubtier) getrieben zu werden. Viele Hütehunderassen können sich für fast alles begeistern, sei es beim Spielen mit Familienmitgliedern oder im gängigen Hundesport. Dogdancing, Longieren, Agility, Reitbegleithund oder Rettungshund. Eigentlich ist es ihnen fast egal, was ihre Aufgabe ist. Hauptsache sie haben eine Aufgabe, die sie körperlich und geistig auslastet.


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