Samstag, 19. Mai 2012

Sitz und Platz spielerisch beigebracht

Diese beiden Grundkommandos sollte jeder Hund früher oder später erlernen. Denn sie ermöglichen es, den Hund auf einer bestimmten Stelle warten zu lassen oder ihn auf seinen Platz zu schicken. Zum Beispiel ist es praktisch, seinen Hund vor dem Öffnen der Tür in sicherer Entfernung warten zu lassen, damit er nicht gleich hinaus springt um Nachbars Katze zu jagen, oder den überraschten Besuch überschwänglich zu begrüßen.

Sitz machen

Hund macht Sitz. (c) Wikimedia Commons, Autor: Bodlina.
Da sowohl das Absitzen, als auch das Ablegen im natürlichen Verhaltensrepertoire der Hunde enthalten sind, gelingt diese Übung meist relativ einfach. Ob Welpe, Junghund oder langjähriger Straßenhund, indem wir seine Neugier wecken, entlocken wir das erwünschte Verhalten. Nehmen Sie ein Leckerli in die Hand und schließen Sie die Finger zu einer Faust. Diese halten Sie nun Ihrem Hund über den Kopf und warten ab. Es kann sein, dass der Hund springt, die Hand ableckt oder beknabbert, bellt, sich hinlegt oder auf dem Boden rollt. Durch Ausprobieren versucht er an das Leckerli zu gelangen, geben Sie es ihm aber erst, wenn er zu mindestens ansatzweise die sitzende Position eingenommen hat. Beim ersten Mal ist es völlig ausreichend, wenn er sich nur kurz hinsetzt und sogleich wieder aufsteht. Später sollte er geduldig sitzen, bis er seine Belohnung bekommt. Hat er das Sichtzeichen der nach vorne ausgestreckten Faust verstanden, geben Sie vorab ein Wortkommando. Irgendwann wird sich Ihr Hund bereits beim Wortkommando setzen, sodass das Sichtzeichen nicht mehr nötig ist.

Platz machen

Hund macht Platz. (c) Wikimedia Commons, Autor: Beth Ashton.
In einer ähnlichen Weise kann das Ablegen trainiert werden. Befindet der Hund sich in sitzender Position, dann führen Sie ein Leckerli vor seinen Augen direkt zum Boden. In den meisten Fällen folgt der Hund mit dem Kopf der Abwärtsbewegung und befindet sich sogleich im Liegen. Die Belohnung wird hierbei zwischen die Vorderpfoten gelegt. Ansonsten verfahren Sie genauso wie beim Üben des Absitzens. Gelegentlich können Sie auch mit körperlichen Signalen arbeiten, das Kommando grundsätzlich über Druck auf die Hinterhand oder Vorhand zu trainieren ist kurzfristig von schnellerem Erfolg gekrönt. Allerdings lernt der Hund hierbei auf Signale passiv zu reagieren, indem er dem Druck nachgibt. Aktives Lernen durch Ausprobieren ist hingegen nachhaltiger und macht den Hunden mehr Spaß. Bezüglich der Auswahl der entsprechenden Kommandos ist noch anzumerken, dass manche Hunde „Sitz“ und „Platz“ nur schwer unterscheiden können. Verwenden Sie dann Wortkommandos, die sich deutlich unterscheiden, wie „Sitz“ und „Liegen“ oder bedienen Sie sich einer anderen Sprache, zum Beispiel „Sit“ und „Down“ aus dem englischen.

Lesen Sie weitere Tipps zur Hunderziehung im Hunderatgeber bei markt.de.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen