Donnerstag, 31. Mai 2012

Welpenschule hilft Hund und Mensch

Beweggründe

Die Beweggründe mit seinem kleinen Welpen eine Welpenschule zu besuchen sind sehr unterschiedlich. Viele Menschen kommen mit ihrem ersten Welpen zur Hundeschule, um sich Erziehungstipps zu holen. Andere meinen, dass es ja vor allem darum geht, dass der Welpe viel mit seinen Artgenossen spielt. Wieder andere sehen es lediglich als Pflichtveranstaltung, die möglichst schnell über die Bühne gehen soll. Aber eine gute Welpenschule bietet viel mehr. Klar geht es auch darum, dass die Welpen möglichst viele Hunde anderer Rassen kennenlernen. Das ist die sogenannte Sozialisierung mit Artgenossen. Aber auch mit unterschiedlichen Menschen, Tieren und Gegenständen sollte ein Welpe konfrontiert werden, um eine gute Sozialverträglichkeit zu entwickeln.

Das erste Treffen

Welpenschule hilft Hund und Mensch.
(c) Wikimedia Commons, Autor: Shopmimigreen.
Das erste Treffen der Welpengruppe findet in der Regel auf einem kleinen umzäunten Gelände statt. Hier werden abwechselnd Sequenzen aus spielen, üben und pausieren gemacht. Dabei lernen die Hundehalter das Spielverhalten ihrer Welpen zu deuten, sie verstehen wie Hunde eigentlich lernen und sie haben genügend Zeit ihre Fragen zu stellen, während die Welpen eine Pause machen. Idealerweise werden schon jetzt kleine Herausforderungen wie ein gefülltes Planschbecken, ein aufgespannter Regenschirm und flatternde Bänder ins Spiel mit eingebaut. Die kleinen Welpen sind neugierig und erkunden mehr oder weniger mutig die Welt. Alles was sie jetzt nicht kennenlernen, könnte ihnen später Angst machen.

Deshalb sollte vor allem auch die Sozialisierung mit Tieren vorgenommen werden. Auf dem Spaziergang könnten Kühe, Schafe, Ziegen und Pferde den Weg kreuzen. Ein Hund, der diese Tiere von klein auf kennt, wird normalerweise auch keine Angst entwickeln und fremden Tieren neutral begegnen. Federvieh ist eine ganz besondere Herausforderung und erfordert viel Übung. Idealerweise findet also bereits die Welpenschule auf einem Gelände statt, wo möglichst viele Umweltreize gezielt eingesetzt werden können. Die Welpen sollten selbstverständlich bereits ihre erste Impfung erhalten haben, wenn sie zur Gruppenstunde kommen und gesund sein. Die Tollwutimpfung können sie jedoch erst im Alter von 12 Wochen erstmals bekommen. Bringen Sie zur Welpenschule Leine, Geschirr beziehungsweise Halsband und eine große Portion Leckerli mit. Zu Beginn der Stunde lassen Sie ihre Welpen nicht einfach drauf los spielen, sondern warten Sie auf die Anweisungen der Übungsleiter. Gespielt wird übrigens am besten ohne Leine und ohne Halsband beziehungsweise Geschirr. Gerade bei den noch ungeschickten Welpen kann es passieren, dass sie sich sonst mit ihren Krallen verfangen.

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