Mittwoch, 6. Juni 2012

Kinder und Hunde – ein echtes Dreamteam?!

Viele Hunde scheinen Kinder geradezu magisch anzuziehen. Ängstliche Hunde fühlen sich mit Kindern manchmal sicherer, weil sie weitaus weniger bedrohlich erscheinen als große Erwachsene. Kinder, die mit Hunden zusammen aufwachsen entwickeln außerdem Verantwortungsbewusstsein und starke Charaktereigenschaften. Damit aus Kind und Hund ein echtes Dreamteam wird, müssen die Erwachsenen aber schon ein wenig helfen.

Was Sie beachten sollten

Kind und Hund. (c) Wikimedia Commons,
Autor: Per Harald Olsen.
Es ist wichtig, dass der Hund niemals Leckerli oder Gegenstände aus der Hand schnappen darf, auch nicht bei Erwachsenen. Anspringen ist bei Kindern ebenfalls nicht ungefährlich, da sie leicht umgeworfen werden können. Wann der Zeitpunkt gekommen ist, Kind und Hund miteinander vertraut zu machen, hängt davon ab, wie weit sie jeweils in ihrer Entwicklung sind. Ein ängstliches Kind braucht vielleicht etwas mehr Zeit, um Vertrauen zu fassen, als ein mutiges Kind. Mit einem ruhigen Hund kann man früher zusammen mit dem Kind trainieren als mit einem jungen und manchmal übermütigen Hund. Probieren Sie immer wieder kleine Schritte aus, irgendwann wird sich das Team zusammenrappeln. Hat der Hund bereits einen gewissen Grundgehorsam entwickelt, dann fallen die Übungen gemeinsam mit dem Kind deutlich leichter. Fangen Sie mit einfachen Dingen an und erklären Sie dem Kind, wie das Belohnungsprinzip funktioniert. Kinder sind geneigt, dem Hund Leckerlis einfach so zu geben, ohne eine Leistung von ihm einzufordern. Schon bald wird das Kind jedoch Freude daran entwickeln, dem Hund Aufgaben zu geben. Es ist eine spannende Erfahrung für sie, wenn der Hund ihre Anweisungen ausführt.

Die ersten Übungen

Bei den ersten Übungen stellen Sie sich dicht hinter das Kind und erklären ihm die Übung. Soll der Hund sich beispielsweise hinsetzen, dann gibt das Kind das Kommando „Sitz“. Klappt es nicht gleich, dann können Sie unauffällig nachhelfen, indem Sie dem Hund das zugehörige Zeichen geben. So vermeiden Sie, dass das Kind das Kommando mehrmals wiederholt und damit das Wortsignal verschleißt. Erklären Sie ihm, dass Kommandos immer nur einmal gegeben werden. Schon hat das Kind (vielleicht mit ein wenig Hilfe) sein erstes Erfolgserlebnis im Umgang mit dem Hund und darf ihm ein Leckerli geben. Zeigen Sie dem Kind auch weitere Übungen, die der Hund bereits sicher beherrscht und ziehen Sie sich ganz langsam zurück, wenn es gut funktioniert. Spannende Tricks, die Kinder toll finden sind Laut geben, Apportieren und der Aufsprung auf ein Hindernis. Später können Sie auch gemeinsam neue Tricks erarbeiten oder das Kind einmal selbst ausprobieren lassen. Learning by Doing – auch beim Umgang mit Hunden!

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