Donnerstag, 21. Juni 2012

So gewöhnen Sie Ihrem Hund das Anspringen ab

In Grund und Boden möchte man sich schämen, wenn der kleine Welpe erst durch die frische Matschpfütze und anschließend auf die weiße Hose eines entgegenkommenden Spaziergängers gehüpft ist. Glücklicherweise gehen diese Situationen meist glimpflich aus und in der Regel sind ein paar Matschspuren auf der Jeans schnell vergessen, wenn man von zwei süßen Welpenaugen angeschaut wird, während der ganze kleine Welpenkörper das freudige Schwanzwedeln mitmacht.

Anspringen abgewöhnen

(c) Wikimedia Commons, Autor: Mike Baird.
In der Regel stößt man schon auf Verständnis. Dennoch sollte das Problem des Anspringens möglichst früh angegangen werden, zumal es für den Angesprungenen nicht gerade angenehm ist, wenn aus dem kleinen Welpen im Laufe der Zeit ein ausgewachsener Schäferhund geworden ist. Die wohl sanfteste Methode, wenn auch die langwierigste, ist es, das Verhalten in ein Alternativverhalten umzulenken. Das bedeutet, dass eine Begrüßung erst dann stattfindet, wenn der Hund das Alternativverhalten zeigt, beispielsweise sich vor der Person hinsetzt. Alle anderen Aktionen seitens des Hundes werden nicht beachtet, das Hinsetzen wird mit sofortiger Aufmerksamkeit und Streicheln oder Leckerli belohnt. Problem an der Sache ist, dass Sie dies bei jeder Begrüßung konsequent durchziehen müssen, auch wenn Sie fremden Menschen begegnen, die gerne mal den süßen Welpen streicheln wollen. In der Praxis ist dies schwer umzusetzen, daher behalten Sie den Hund bei Fremdbegegnungen an der Leine und verhindern so das Anspringen, damit er nicht unbeabsichtigt mit dem unerwünschten Verhalten zum Erfolgserlebnis kommt. Hierzu stellen Sie einfach den Fuß auf die kurze Leine, dann kann der Hund zwar stehen, sitzen und liegen, jedoch nicht springen.

Anspringen bestrafen

Natürlich kann man das Anspringen auch bestrafen durch wegdrehen, runterschubsen oder ein Wortkommando wie „Nein“. Bei manchen Hunden funktioniert das allerdings nicht. Schon durch die geringste Reaktion durch den Menschen fühlen sie sich in ihrem Handeln, nämlich dem Anspringen, bestätigt. Diese Methode funktioniert also nur, wenn das Wortkommando „Nein“ als Abbruchsignal bereits gut gelernt wurde. Wenn Sie das Anspringen selbst im Rahmen von späteren Übungen noch benötigen, dann ist es nicht ratsam das Verhalten durch Bestrafung zu Unterdrücken. Beispielsweise ist es bei Reitbegleithunden praktisch, wenn diese an den Steigbügel springen um sich anleinen zu lassen oder ein Leckerli abzuholen. Haben sie das Anspringen an sich bereits negativ kennengelernt, dann wird es sehr schwer ihnen zu erklären, dass sie es nun am Pferd doch dürfen. Überlegen Sie also vorher, mit welchen Erziehungsmethoden Sie arbeiten möchten um die spätere Ausbildung nicht zu gefährden.

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