Freitag, 29. Juni 2012

Sommerzeit ist Zeckenzeit – welche Zecken es hierzulande gibt und wie sie aussehen

Braune Hundezecke.
(c) Wikimedia Commons, Autor: unbekannt.
Dass Zecken sofort entfernt werden sollten, weiß jeder Hundebesitzer. Treten später Hautirritationen oder Infektionen auf, dann ist es hilfreich, wenn man eine ungefähre Vorstellung hat, welche Art von Zecke diese verursacht haben könnte. So wird die Eingrenzung der möglichen Erkrankung und die Behandlung beschleunigt. Besser ist natürlich die Prophylaxe. Es gibt gut wirksame Zeckenhalsbänder und Fluide zum Auftragen auf das Fell der Hunde. So werden sie von den Zecken gar nicht erst aufgesucht.

Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) 

Die braune Hundezecke kann die gefährliche Babesiose und weitere Krankheiten übertragen. Glücklicherweise ist sie nördlich der Alpen nur selten anzutreffen, da sie das hiesige Klima nicht verträgt. Die rötlich-braune Färbung unterscheidet sie von anderen Zeckenarten. Mit drei bis zwölf Millimeter sind ausgewachsene Tiere verhältnismäßig groß im Vergleich zu den Larven (0,5 Millimeter) und Nymphen (1 Millimeter).

Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinius) 

Deutlich gefährlicher als die braune Hundezecke ist der gemeine Holzbock. Er kann unter anderem Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auf Hund und Mensch übertragen. Die Tiere sind mit 2,5 bis 4,5 Millimetern winzig und im dichten Fell der Hunde kaum aufzufinden. Charakteristisch ist der Chitinschild auf ihrem Rücken, welcher deutlich dunkler ist als der Rest des Körpers. Bei Männchen ist dieser größer ausgeprägt als bei den Weibchen. Finden Sie einmal zwei dicht beieinander sitzende Zecken, von denen nur eine sich festgesaugt hat, dann haben Sie vermutlich gerade ein gemeiner Holzbock Pärchen bei der Paarung gefunden. Entfernen Sie diese schleunigst, denn die Larven und Nymphen des gemeinen Holzbockes werden Sie beziehungsweise Ihr Hund aufgrund deren Größe von maximal einem Millimeter nicht mehr so einfach los.

Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) 

Die Auwaldzecke kann den Erreger der Babesiose auf den Hund übertragen. Aufgrund ihrer verhältnismäßig riesigen Größe von 5-16 Millimetern Größe lässt sie sich schneller aufspüren als andere Zeckenarten. Charakteristisch sind das weißlich marmorierte Rückenschild und der rotorange Außenrand. Die Auwaldzecke bevorzugt feuchte und warme Gebiete. Indem Sie Ihre Spaziergänge im Sommer auf trockene Landschaften verlegen und Auwälder sowie Moore meiden, können Sie das Risiko, dass Ihr Hund von einer Auwaldzecke gebissen wird, deutlich reduzieren. Informieren Sie sich über weitere Krankheiten in dem Ratgeber "Typische Erkrankungen und deren Behandlung" auf markt.de.

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