Donnerstag, 19. Juli 2012

Kastration von Hündinnen: Vorteile und Risiken

Viele Hundehalter lassen ihre Hündinnen kastrieren.
(c) Wikimedia Commons, Autor: Jennifer Aitkens.
Es gibt zwei Methoden, um unerwünschten Nachwuchs bei der Hündin zu verhindern. Eine Sterilisation führt zwar zu einer Unfruchtbarkeit der Hündin, jedoch durchläuft sie nach wie vor den gesamten Prozess der Läufigkeit. Daher wird hierzulande in der Regel eine Kastration durchgeführt. Unter Vollnarkose werden entweder nur die Eierstöcke entfernt (Ovarioektomie) oder die Gebärmutter gleich mit (Ovariohysterektomie), falls es begründeten Verdacht einer beginnenden Entzündung gibt. Danach tritt keine Läufigkeit mehr auf und zudem kann das Brustkrebsrisiko deutlich gemindert werden.

Vorteile einer Kastration

Je früher Sie die Kastration vornehmen lassen, desto geringer ist das Risiko, dass die Hündin einmal an Brustkrebs erkrankt. Studien hierzu haben folgende Wahrscheinlichkeiten an Brustkrebs zu erkranken ermittelt: weniger als zwei Prozent wenn vor der ersten Läufigkeit kastriert wurde, etwa acht Prozent nach der ersten Läufigkeit und 25 Prozent nach der zweiten Läufigkeit. Durch den Wegfall der hormonellen Schwankungen werden die Hündinnen oft ausgeglichener und legen Ängstlichkeit und Aggressionen, die im Zusammenhang mit der Läufigkeit auftraten, ab. 

Nebenwirkungen der Kastration

Neben den weniger häufig auftretenden Nebenwirkungen der Kastration Harninkontinenz, Veränderungen im Fell und in wenigen Fällen Haarausfall an den Flanken, tritt bei vielen Hündinnen ein veränderter Energiebedarf in Kombination mit gesteigertem Appetit auf. Achten Sie auf kalorienreduzierte Fütterung und verschaffen Sie der Hündin viel Auslauf, dann können Sie dem Effekt der Gewichtszunahme nach einer Kastration wirksam entgegen steuern.

Abgesehen von Züchtern wollen die meisten Hundehalter keinen Nachwuchs von ihrer Hündin. Die Vorteile liegen auf der Hand und die Risiken sind überschaubar. Treffen Sie dich richtige Entscheidung für sich und Ihre Hündin.

Problem Straßenhunde

Um dem Problem der Straßenhunde Herr zu werden, fängt man in vielen Ländern die Tiere ein um sie zu kastrieren beziehungsweise zu sterilisieren, sodass sie sich nicht mehr weiter vermehren können. In Deutschland hingegen haben wir weniger Probleme mit Straßenhunden, aber dafür jede Menge verwilderter Katzen in Parks, Parkhäusern, Hinterhöfen und Gartenanlagen. Leisten Sie Ihren Beitrag zur Vermehrungskontrolle und lassen Sie auch Ihre Freigänger Katzen kastrieren.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen