Mittwoch, 18. Juli 2012

Neues Hundegesetz in Berlin? Hunde-TÜV, Hunde-Führerschein und Häufchen-Problematik

Berlin ist bekannt für weitläufige Grünflächen mitten in der Stadt. Erst kürzlich wurde der alte Flughafen Tempelhof zum Stadtpark erklärt, sodass nun Fahrradfahrer, Inlineskater und Hundehalter über die ehemalige Landebahn schlendern. Und genau da liegt das Problem.

Berlin stellt sich der Herausforderung und will ein neues Hundegesetz entwerfen – unter Beteiligung von Hundehaltern und allen anderen interessierten Berliner Bürgern. So fordern die Grünen einen Hunde-TÜV für große Hunde, also Hunde ab 40 Zentimetern Körpergröße oder mit einem Gewicht von mehr als zwanzig Kilogramm. Amtstierärzte fordern einen Hunde-Führerschein, um die Berechtigung zum Spaziergang ohne Leine zu erwerben. Auch die Modifikation der aktuellen Rasseliste ist in der Diskussion.

(c) Wikimedia Commons, Autor: Dogperson3d.
Erklärtes Ziel der Aktion ist es, dass insbesondere ältere Menschen und Kinder weniger unangenehme Konfrontationen mit Hunden erleben. Ob dies durch eine Verordnung zu erreichen ist, bleibt abzuwarten. Schlussendlich stehen doch immer noch die Hundehalter in der Verantwortung, dass ihre Hunde sich in der Öffentlichkeit sozialverträglich benehmen. Das intensive Beschnüffeln kleiner Kinder gehört sicherlich nicht zu den erwünschten Verhaltensweisen von Hunden in öffentlichen Parkanlagen. Welche weiteren Vorschläge rund um Maulkörbe, Leinenzwang und allen voran das Häufchen-Problem die dreißigköpfige Expertenrunde erarbeitet bleibt abzuwarten. Harren wir und die etwa 109.000 Berliner Hunde der Dinge, die da kommen.

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