Sonntag, 15. Juli 2012

Radiustraining mit Hunden sorgt für entspannte Spaziergänge

Radiustraining hat das Ziel dem Hund beizubringen, sich beim Spaziergang immer innerhalb eines gewissen Radius um seine Bezugsperson aufzuhalten. Wer beim Gassi gehen überwiegend damit beschäftigt ist, seinem Hund hinterher zu laufen oder sich gar nicht erst traut ihn von der Leine zu lassen, dem verhilft Radiustraining zu mehr Entspannung beim Spaziergang.

Vorgehensweise

Radiustraining. (c) Wikimedia Commons, Autor: David Lally.
Das Prinzip ist ganz einfach. Legen Sie Ihrem Hund ein Geschirr an und befestigen Sie eine Schleppleine daran. Je nach dem, welchen Radius Sie trainieren möchten, nehmen Sie eine 5, 10 oder 15 Meter lange Schleppleine. Behalten Sie zunächst das Ende in der Hand und starten Sie Ihren Spaziergang auf einem Gelände, wo der Boden eben ist, damit sich die Schleppleine nicht verfangen kann.

Stellen Sie sich nun zwei Kreise vor, mit Ihnen selbst im Mittelpunk. Der Größere ist der Radius, den die Länge der Schleppleine vorgibt, etwa einen Meter kleiner ist der Radius, auf den Sie Ihren Hund trainieren werden. Ziel ist es, dass Ihr Hund lernt, den inneren Radius einzuhalten. Ist er dabei, diese Grenze zu überschreiten, dann rufen Sie ihn zurück. Reagiert er darauf nicht, dann wird er kurz darauf von der Schleppleine passiv gestoppt. Sie halten die Leine einfach fest in der Hand, rucken aber nicht daran. Früher oder später wird Ihr Hund darauf kommen, sich nach Ihnen umzuschauen. Diesen Moment belohnen Sie mit „fein“ und auch gerne mit einem Leckerli.

Ein ganz einfaches Prinzip, welches Sie lediglich über einige Wochen konsequent durchführen müssen. Hat Ihr Hund den inneren Radius über eine Woche hinweg immer eingehalten, dann können Sie es ohne Schleppleine versuchen. Gehen Sie dabei vor wie in den ersten Tagen des Radiustrainings mit Schleppleine. Nach dem erfolgreichen Radiustraining werden Sie feststellen, dass sich das Blatt komplett gewendet hat. Probieren Sie einmal aus was passiert, wenn Sie sich kommentarlos umdrehen und in die andere Richtung laufen. Wenn Sie gut trainiert haben, dann orientiert sich Ihr Hund an Ihnen. Ohne ständiges Rufen bleibt Ihr Hund nun immer in Sichtweite. Und Sie selbst können sich Ihren eigenen Gedanken hingeben oder einfach die Schönheit der Natur genießen. Erhalten Sie weitere Erziehungstipps im Hunderatgeber bei markt.de.

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