Donnerstag, 26. Juli 2012

Sensibler Dickkopf: Der St. Bernhardshund oder Bernhardiner

Bernhardiner Welpe. (c) Wikimedia Commons, Autor: Lorn.
Früher wurde der Bernhadiner von den Augustiner-Mönchen als Lawinenhund eingesetzt. Hartnäckig hält sich die Vorstellung, dass die Hunde mit einem kleinen Fässchen voll Branntwein verirrte Reisende ausfindig machten, um sie nach einem kräftigenden Schluck hochprozentigem Alkohol zum Kloster zu führten. Allerdings zeigt sich an Fundstücken aus der damaligen Zeit, dass die Fässer gar keine Öffnung hatten. Also wurden diese vermutlich lediglich als Verzierung oder als Kennzeichnung eingesetzt.

Erscheinungsbild und Charakter

Die heutigen Bernhardiner sind größer und schwerer, als die damaligen St. Bernhardshunde. Der Bernhardiner ist eine der schwersten Hunderassen. Der schwerste Vertreter seiner Rasse erhielt sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde, da er bei einer Widderisthöhe von 99 Zentimetern 140,6 Kilogramm auf die Waage brachte. Ein wahrer Pfundskerl! Sensibel und sanftmütig ist er und passt gut auf seine Familie auf. Für die Arbeit als Rettungshund ist er aufgrund seiner Größe heute weniger gut geeignet, hier haben ihm Deutscher Schäferhund und Belgischer Schäferhund inzwischen den Rang abgelaufen. Dies liegt womöglich auch an der verhältnismäßig niedrigen Lebenserwartung des Bernhardiners von nur 8-10 Jahren. Bedenkt man, dass die Ausbildung zum Rettungshund etwa 2-3 Jahre dauert und erst mit dem ausgewachsenen Hund nach dem ersten Lebensjahr begonnen werden kann, stehen Aufwand und Nutzen in einem ungünstigen Verhältnis. Als Haus- und Hofhund ist er jedoch ausgesprochen zuverlässig und selbstsicher.

Ein Hund namens Beethoven

Im Film „Ein Hund namens Beethoven“ spielte ein Bernhardiner die Hauptrolle des kleinen knuddeligen Welpen, der sich als ausgewachsener Hund im Haus seiner Familie wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen aufführt. Inzwischen gibt es sechs Fortsetzungen des beliebten Familienfilms. Für alle Fans der Hunderasse ein Muss.

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