Montag, 16. Juli 2012

„Und Hepp!“ Schon sitzt der Hund auf dem Behandlungstisch

(c) Wikimedia Commons,
Autor: U.S. Air Force photo/Tech. Sgt. Jeff Walston
Stellen Sie sich folgende Situation vor: Mit einem eleganten Hüpfer ist Ihr Hund ins Auto eingestiegen oder auf den Behandlungstisch beim Tierarzt gesprungen. Und nebendran steht jemand, der verzweifelt versucht seine 50 Kilogramm schwere Dogge hinauf zu hieven und Ihnen dabei neidische Blicke zuwirft. Ihrem Rücken und Ihrem Hund zuliebe fördern Sie seine Mitarbeit, indem Sie nützliche Handlungsabläufe üben.

Der Sprung auf ein Hindernis - eine kleine Herausforderung

Hilfreiche Tricks dieser Art sind Pfötchen geben zum Abtrocknen nach dem Spaziergang im Regen und das ruhige Verweilen auf Seite oder Rücken während Frauchen eine Zecke entfernt. Der Aufsprung auf ein Hindernis stellt eine größere Herausforderung dar, es können aber prinzipiell alle Hunde lernen. Vorsicht ist geboten bei sehr großen Hunderassen, da diese ihr gesamtes Körpergewicht unter Einsatz der Hinterläufe nach oben drücken müssen. Dies kann eine Überbelastung darstellen und Hüftdysplasie fördern. Bei gesunden Hunden stellt der gelegentliche Sprung auf ein Hindernis in der Regel jedoch keine Gefahr dar.

So gehen Sie vor 

Als Vorbereitung können Sie das Anspringen mit den Vorderpfoten üben. Suchen Sie einen dicken Baumstamm, einen großen Stein oder ein ähnliches Hindernis, das anfangs nicht zu hoch sein sollte. Mit Leckerli oder Spielzeug locken Sie Ihren Hund mit den Vorderbeinen darauf und geben das Stimmkommando, beispielsweise „Look!“ (englisch für: „Schau!“). Dies ermöglicht Ihrem Hund das Hindernis von oben anzuschauen und seine Standfestigkeit zu testen. Danach bringen Sie ihn wieder mit allen vier Pfoten auf den Boden und der zweite Teil des Kommandos folgt. Mit „Sprung!“ oder „Hopp!“ locken Sie den Hund durch Leckerli oder Spielzeug auf das Hindernis. Er bekommt es erst, wenn er mit allen Vieren oben steht, sitzt oder liegt. Lassen Sie ihn kurz dort verweilen. Dann folgt das Abwärtskommando „Runter!“ oder „Abwärts“ und unten angelangt gibt es noch eine Belohnung.

Üben Sie anfangs nicht zu viel, die entsprechende Muskulatur des Hundes muss sich erst entwickeln, bis er diese Aufgabe leichtfüßig ausführen kann. Aus demselben Grund sollten Sie die Höhe nur langsam steigern und den Hund niemals überfordern. Auch in Dienstgebrauch, Rettungsstaffeln und im Hundesport ist der Aufsprung auf ein Hindernis ein oft gebrauchtes Element.

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