Samstag, 14. Juli 2012

Was tun, wenn der Hund Zahnprobleme hat?

Zähne eines Bullterriers.
(c) Wikimedia Commons, Autor: Ivob.
Scherzähne und Reißzähne finden wir im Hundegebiss, Mahlzähne hingegen nicht. Die 42 Zähne der früheren Raubtiere sind auf das Zerreißen der Nahrung spezialisiert, sie kauen kaum und schlucken das Futter einfach herunter. Darauf ist ihr Magen ausgerichtet, genauso wie auf die Ernährung aus tierischen Bestandteilen wie Fleisch, Knochen, Innereien und auch den Hornteilen. Dabei reinigen sich die Zähne der Hunde von selbst, die heutige Fütterung aus der Dose oder dem Futtersack kann diese Funktion nicht mehr erfüllen. Dabei macht es auch keinen Unterschied, ob Sie Nass- oder Trockenfutter verwenden oder Produkte, die eine wundersame Reinigung der Zähne durch spezielle Inhaltsstoffe versprechen.

Bleibt eine regelmäßige Zahnreinigung aus...

Bleibt die regelmäßige mechanische Reinigung der Zähne aus, dann bildet sich Plaque auf den Zähnen, der aus Speichel, Futterresten und Bakterien besteht. Langfristig führt dies zu Zahnstein, insbesondere die Eckzähne und Backenzähne sind davon häufig betroffen. Wird jetzt nicht behandelt, dann folgt früher oder später eine Zahnfleischentzündung. Zu diesem Zeitpunkt sind starker Mundgeruch und Futterverweigerung häufige Symptome. Unbehandelt folgen Entzündungen, Vereiterungen und schließlich der Zahnverlust. Nicht nur die Zähne sind jetzt krank, sondern es können weitere Folgeerscheinungen auftreten, welche die Gesundheit des Tieres zusätzlich beeinträchtigen.

Tipps für die Zahngesundheit

  • Füttern Sie nur zwei Mahlzeiten am Tag, keine Zwischenmahlzeiten oder häufiges Geben von Leckerlis.
  • Kauspielzeuge und (echte) Knochen fördern die Reinigung von Zähnen und Zwischenräumen.
  • Viel Bewegung begünstigt den Speichelfluss und damit die Selbstreinigung. Aktive Hunde neigen weniger zu Zahnsteinbildung als ruhige Hunde, die den ganzen Tag schlafen. 
  • Putzen Sie Ihrem Vierbeiner regelmäßig die Zähne zur Vorbeugung von Zahnstein. Dafür gibt es im Handel sogar Zahnpasta mit Fleischgeschmack. 
  • Kontrollieren Sie das Gebiss. Wenn Sie Zahnstein entdecken, lassen Sie diesen kurzfristig vom Tierarzt entfernen.
Gesunde Zähne für ein langes Hundeleben – mit der richtigen Zahnhygiene!

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