Mittwoch, 29. August 2012

Hundekommandos: „Licht aus!“, „Tür auf!“, „Klingel!“

Drei Kommandos, die für Assistenzhunde selbstverständlich sind. Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können Lichtschalter, Klingeln oder elektrische Türbedienungen manchmal nicht erreichen, weil sie zu hoch angebracht oder schlichtweg mit dem Rollstuhl nicht zugänglich sind. Daher gehört neben dem Öffnen und Schließen von Türen und Schränken, dem Ausziehen von Socken sowie dem Aufheben von Gegenständen auch das Drücken eines Ziels an der Wand zu den Grundübungen eines gut ausgebildeten Assistenzhundes. Aber auch ein normaler Familienhund kann das „Licht aus!“-Kommando lernen. Wäre das nicht praktisch, wenn man abends einfach den Hund schickt, um alle Lichter zu löschen?

(c) Wikimedia Commons, Autor: Pete Markham.
Eine nicht ganz einfache Übung, aber grundsätzlich kann dies jeder Hund lernen, der groß genug ist, die Lichtschalter mit seinen Vorderpfoten oder mit der Schnauze zu erreichen. An dieser Stelle noch der Hinweis, dass Sie mit einer erhöhten Verschmutzung des Bereiches rund um die Lichtschalter rechnen müssen, wenn Sie Ihrem Hund diesen Trick beibringen.

Beginnen wir mit der Drückbewegung selbst. Führen Sie ein Kommando ein, beispielsweise „Touch!“, bei dem Ihnen der Hund gegen die Hand drücken soll. Hierzu nehmen Sie ein Leckerli in die geschlossene Faust und halten sie Ihrem Hund vor die Nase. Sobald er sie berührt, öffnen Sie die Faust. Nach und nach fordern Sie immer mehr Druck, bevor sich die Faust öffnet. Sitzt diese Übung, dann geht es im nächsten Schritt zum Drücken des Lichtschalters. Bauen Sie eine Erhöhung, auf welcher der Hund stehen kann, sodass der Lichtschalter für ihn bequem erreichbar ist. Ein Stuhl könnte bereits ausreichen. Zeigen Sie auf den Schalter und sagen Sie Ihr Drück-Kommando. Belohnen Sie bereits ein leichtes Anstupsen, irgendwann wird Ihr Hund mutiger und drückt immer stärker. Schließlich gibt es nur noch Belohnungen, wenn der Schalter richtig gedrückt wird.

Führen Sie jetzt ein neues Kommando für den Lichtschalter ein, z. B. „Licht!“. Als nächstes entfernen Sie die Erhöhung, sodass der Hund fortan mit den Vorderpfoten an die Wand springen muss, um mit seiner Schnauze den Lichtschalter zu erreichen. Eventuell müssen Sie ihn hierzu noch ein wenig ermutigen. Als letzten Schritt können Sie ihm noch „Licht an!“ und „Licht aus!“ beibringen. Hierbei soll er schließlich selbstständig alle oder einzelne ausgewählte Lichter in der Wohnung auslöschen beziehungsweise anschalten. Diese Übung erfordert viel Konzentration, jede Menge Übung und auch viel Geduld beim Lernprozess. Eine Herausforderung, die es in sich hat!

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