Dienstag, 28. August 2012

Hütehunde – vom Arbeitshund zum Familienhund

Der Border Collie - ein typischer Hütehund.
(c) Wikimedia Commons, Autor: Ozfozz.
Die meisten Hunderassen wurden gezielt für einen bestimmten Zweck gezüchtet und sollen dafür über spezielle angeborene Eigenschaften verfügen. Begleit- und Gesellschaftshunde gehen oft auf die Leidenschaft eines früheren Herrschers zurück und zeigen gewisse optische Merkmale, während Arbeitshunde vor allem einen gesunden Körper und einen arbeitswilligen Charakter benötigen. Dabei ist die äußere Erscheinung eher nebensächlich.

Auch die Hütehunde wurden gezielt im Hinblick auf ihre Aufgabe gezüchtet. Einige dieser Rassen sind darauf spezialisiert, ihre Herde zusammen zu halten, andere treiben die Herde oder separieren einzelne Tiere. Typische Hütehunde sind der Border Collie und der Australian Shepherd. Dass Arbeitshunde anspruchsvoll sind, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Solange bei der Haltung auf die besonderen Anforderungen Rücksicht genommen wird, ist es durchaus möglich, einen Hütehund als Familienhund zu halten. Wer sich auf dieses Abenteuer einlassen möchte, der braucht jede Menge Zeit und sollte unbedingt in eine gute Erziehung investieren. Ist der Hütehund nicht ausgelastet, dann sucht er sich selbst eine Aufgabe. Spätestens wenn er beginnt, die Kinder zu „hüten“, hört der Spaß meist auf. Durch Bellen, Knurren, in die Waden zwicken und wildes Herumspringen versucht er, seine Schäfchen beziehungsweise Kinder zusammen zu halten.

Wer jedoch von Anfang an darauf achtet, seinen Hütehund rassegerecht auszulasten, der wird mit einem anhänglichen, verschmusten Familienhund belohnt, der bei Aktivitäten mit seiner Familie regelgerecht aufblüht. Der intelligente Hund liebt Agility, Dogdancing, Ausritte und Badeausflüge mit der ganzen Familie. Wann immer es etwas zu erleben gibt, ist der Hütehund ganz vorne mit dabei.

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