Mittwoch, 15. August 2012

Jagdhunde: Typische Rassen und Eigenschaften

(c) Wikimedia Commons, Autor: Donald Macauley.
Der Begriff des „Jagdhundes“ bezeichnet Hunde, die in irgendeiner Form bei jagdlichen Aktivitäten durch den Menschen behilflich sind. Dies kann beispielsweise das Aufstöbern von Wild sein, das Apportieren nach dem Schuss oder die Suche nach verletztem beziehungsweise blutendem Wild. So vielfältig die Einsatzgebiete, so vielfältig sind auch die Rassen, die sich als jagdgeeignet erwiesen haben und dementsprechend weitergezüchtet wurden.

Typische Jagdhunderassen

Zu den bekannten Vorstehhunderassen zählen Münsterländer, Weimaraner und English Setter. Als Familienhund erfreut sich der Beagle großer Beliebtheit, obgleich auch er zu den jagenden Hunden zählt. Ein typischer Apportierhund ist der Golden Retriever, sowie auch der Labrador Retriever. Ihre Apportierfreude ist nicht nur bei der Jagd, sondern auch bei der Ausbildung zum Assistenzhund von Vorteil für das Gelingen der Arbeit. Zudem lieben sie das Wasser und sind daher ideal geeignet, um bei der Entenjagd zu helfen. Aber auch Bälle, Stöckchen und alles was sonst noch schwimmt holen sie gerne aus dem Wasser heraus.

Eigenschaften und Beschäftigungsmöglichkeiten

Jagdhunden sagt man nach, sie seien sehr sensibel und auf ihren Menschen bezogen. Sie laufen gerne, lieben es eine Aufgabe zu bekommen und haben eine natürliche Neigung zum Jagen, die je nach Typ mehr oder weniger stark ausgeprägt ist. Um ihren angeborenen Trieb ausleben zu können, brauchen Jagdhunde genügend Beschäftigung, die ihrem Wesen angepasst ist. Wer selbst kein Jäger ist, aber trotzdem eine Jagdhunderasse als Familienhund halten möchte, der kann durch Apportierspiele, Zielobjektsuche oder Mantrailing seinem Hund eine geeignete Auslastung bieten. Auch für die Ausbildung zum Rettungshund in der Geländesuche oder zum Katastrophenhund, der in Trümmern verschüttete Personen anzeigen kann, eignen sich die Jagdhunderassen aufgrund ihres Arbeitseifers meist hervorragend. Vorsicht ist geboten, wenn der Jagdtrieb überhandnimmt. Durch frühzeitige und konsequente Korrektur ist dies jedoch meist relativ leicht steuerbar. Holen Sie sich gegebenenfalls Rat in einem guten Sachbuch oder bei einem Hundetrainer vor Ort.

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