Dienstag, 21. August 2012

Liegeschwielen sind nicht nur ein optischer Makel


Yorkshire Terrier (Quelle: markt.de)
Vor allem große und schwere Hunde neigen zu Liegeschwielen an den Ellbogen. Harter Untergrund wie Steinfliesen oder Beton fördern ihre Entstehung zusätzlich. Erstes Anzeichen ist die beginnende Verhornung der Haut, sowie dünner werdendes Fell an der entsprechenden Stelle. Manche Hunde sind anfällig für die Entwicklung der sogenannten Liegeschwielen, während andere keinerlei Anzeichen entwickeln. Wie der Name bereits andeutet, haben diese Schwielen ihre Ursache in einer Druckstelle, die beim Liegen entsteht. Weicher Boden passt sich an, sodass lokal weniger Druck entsteht. Befindet sich an der entsprechenden Stelle zudem noch jede Menge Fell, dann bringt der Hund eine natürliche „Polsterung“ mit und ist weniger geneigt, Liegeschwielen zu entwickeln. 

Auch das Gewicht des Tieres spielt eine große Rolle, denn je mehr Gewicht der Hund hat, desto mehr Druck kann beim Liegen im Bereich der Ellbogen entstehen. Zudem hat auch der Charakter einen gewissen Einfluss, denn ruhige und bequeme Hunde liegen mehr, als unruhige aktive Hunde. Aus der anfänglich harmlosen leichten Verhornung können sich nach und nach dicke Schwielen entwickeln, die dem Hund Schmerzen bereiten. Ältere Tiere, die vermehrt liegen, zeigen übrigens eine größere Neigung zu Liegeschwielen.

Gegen Liegeschwielen gibt es wenige Mittel. Regelmäßiges Eincremen mit Salbe hilft, dass die gereizte Haut geschmeidig bleibt und ihre natürliche Schutzfunktion erfüllt. Trocknen die Schwielen aus, dann können sie rissig werden und bieten damit Raum für Infektionen. 

Mit weichen Liegeplätzen ist deutlich mehr zu erreichen, da hiermit die Ursache – nämlich der zu harte Boden – behoben wird. Auch durch eine Anpassung des Futters können Erfolge erzielt werden, obwohl es hierfür keine wissenschaftlichen Belege gibt. Der eine schwört auf Frischfleischfütterung, der andere auf spezielle Trockenfuttersorten. Hier ist vor allem die Futterqualität entscheidend, die nicht nur auf lokale Entzündungen wie Liegeschwielen Einfluss haben, sondern insgesamt auf die Gesundheit unserer Hunde.

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