Donnerstag, 16. August 2012

Nützliche Tipps für die Erste Hilfe beim Hund

Bevor Sie den Tierarzt aufsuchen, können Sie Erste Hilfe leisten.
(c) Wikimedia Commons,  U.S. Air Force Foto (Veronica Pierce).
Unfälle passieren. Auch unsere Tiere können durch unglückliche Umstände, Unachtsamkeit ihrer Besitzer oder übermütiges Verhalten verletzt werden. In dieser Situation hilft es weder Ihnen, noch dem verletzten Tier, wenn Sie in Panik oder in kopflosen Aktionismus verfallen. Die allererste Regel bei Unfällen aller Art heißt: Ruhe bewahren!

Vorkehrungen für die Erstversorgung

Bevor ein verletztes Tier weiterbehandelt werden kann, sollten Sie den Fang fixieren. Hat das Tier Schmerzen oder erschrickt, dann kann auch der gutmütigste Hund plötzlich im Reflex zuschnappen. Den Kopf drücken Sie mit einer Hand an Ihre Brust, während die andere die Schnauze fest umfasst. Falls erforderlich, können Sie das Maul auch mit einem Band oder notfalls einer Mullbinde zubinden und die Enden hinter dem Kopf des Hundes verknoten. Nun können Sie die Erstversorgung vornehmen, bevor Sie den Hund einem Tierarzt vorstellen.

So handeln Sie im Notfall

Blutende Wunden stillen Sie durch Druck auf die Wunde. Reicht dies nicht aus, dann sollten Sie einen Druckverband anlegen und sofort einen Tierarzt aufsuchen. Bei schwerwiegenden Kreislaufproblemen, Schockzuständen oder Bewusstlosigkeit aus unbekannter Ursache legen Sie den Hund auf die Seite und sorgen dafür, dass die Atemwege frei sind. Hierzu strecken Sie den Kopf, ziehen die Zunge hervor und entfernen Futterreste oder Erbrochenes. Eine Decke schützt den Körper vor Auskühlung, während Sie nun schleunigst einen Tierarzt anfahren. Verletzte oder gebrochene Gliedmaße können Sie mit einer Zeitschrift umwickeln und diese fixieren. So werden weitere Verletzungen vermieden. Zum Transport kleiner Hunde fassen Sie einfach vorne um die Brust und unter dem Bauch kurz vor den Hinterbeinen hindurch. Größere Hunde können Sie besser mit einer Decke transportieren, die Sie zu zweit tragen.

Erste-Hilfe-Kurse für Hundehalter

Es gibt übrigens auch Erste-Hilfe-Kurse für Hundehalter, in denen Sie auf genau diese Situationen vorbereitet werden. Eine Investition, die sich durchaus lohnt, denn eines Tages werden Sie vielleicht Ihrem eigenen oder auch einem anderen Tier das Leben retten!

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