Samstag, 18. August 2012

Übergewichtige Tiere haben es schwer - wenn Tierliebe zu weit geht

Wer nascht nicht gerne mal ein Stück Schokolade, verputzt beim Fernsehschauen eine Tüte Chips oder lässt sich von frischem Rührei mit Speck verwöhnen? Wir leben in einer Genussgesellschaft und wollen diesen Luxus auch unseren Tieren gönnen. Hier noch ein Schweineohr, dort die leckeren Hundekekse und vom Essenstisch gibt’s die schmackhaften Reste.

(c) Wikimedia Commons, Autor: Andre Engels.
In Maßen ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Tiere kulinarisch verwöhnt werden. Wenn ein kleiner Pekinese jedoch ein Körpergewicht von 22 Kilogramm aufweist (so schwer ist ein durchschnittlicher ausgewachsener Siberian Husky), dann grenzt das schon an Körperverletzung. Mit dieser Frage muss sich jedenfalls nun das Amtsgericht Augsburg befassen. Im oben erwähnten Fall des 22 Kilogramm schweren Pekinesen hatte der Tierarzt Anzeige erstattet - in Folge wurde ein Strafbefehl über 6000 Euro erlassen. Das Tier konnte kaum noch laufen und wies bereits Schäden an Gelenken und Bändern auf.

Wie hoch mag wohl die Lebensqualität eines derart übergewichtigen Hundes noch sein? Was ist wichtiger für einen Hund? Ein gesunder Körper, mit dem er fröhlich durch die hochgewachsenen Wiesen flitzen und Schmetterlinge jagen kann, oder Leckereien im Übermaß? Sehr Wahrscheinlich würde er sich lieber eines langen gesunden Lebens erfreuen.

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