Samstag, 1. September 2012

Arthrose bei Hunden – ein heikles Thema

Arthrose ist allgemein als Erscheinung des Älterwerdens bekannt. Aber wussten Sie, dass die Lebensumstände die Entstehung von Arthrose ungünstig beeinflussen können? Arthrose ist eine Abnutzungserscheinung in den Gelenken des Bewegungsapparates. Es sind vor allem Ellbogen und Hüfte, aber auch alle anderen Gelenke in den Vorder- und Hinterläufen betroffen.

Hundeskelett. (c) Wikimedia Commons, Autor: TBjornstad.

Arthrose durch Gelenkverschleiß

Die meisten Hunde entwickeln im hohen Alter eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Arthrose. Es ist ein völlig natürlicher Prozess, dass der Körper nur eine bestimmte Anzahl von Jahren einwandfrei funktioniert. Wie lange dies der Fall ist, können wir zu einem bestimmten Grad mit beeinflussen. Hochwertiges Futter, regelmäßige Bewegung und eine gute Pflege erhalten den Körper und insbesondere die Gelenke gesund.

Das Grundprinzip für die Vermeidung von frühzeitigem Verschleiß der Gelenke ist es, Überbelastung zu vermeiden. Hierfür sollte der Hund nicht zu dick sein und über eine ausgeprägte Muskulatur verfügen. Diese fängt Stoßbelastungen beim Laufen ab. Fehlt die entsprechende Muskulatur aufgrund mangelnder oder unregelmäßiger Bewegung, dann kann sie die Stoßbelastung nicht mehr auffangen, sodass diese direkt auf die Gelenke einwirkt. Musste Ihr Hund verletzungsbedingt eine Zeitlang pausieren, dann beginnen Sie vorsichtig mit dem Muskelaufbau, idealerweise beim Schwimmen. Dies schont die Gelenke.

Arthrose durch Verletzungen und Fehlstellungen

Neben der allmählichen Abnutzung der Gelenke kann Arthrose auch durch Verletzungen oder Fehlstellungen entstehen. Im beschädigten Gelenk beziehungsweise bei Fehlstellungen liegen die Gelenkflächen nicht ideal aufeinander, sodass sich wiederum Belastungsspitzen ausbilden. An diesen Stellen wird der Gelenkknorpel schneller verschlissen, als an weniger belasteten Stellen, sodass sich früher oder später genau dort die Arthrose bilden wird. Diese Fehlstellungen sind oft vererbt. Hüftdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie(ED) können durch gezielte Zuchtauswahl vermieden werden. Hier sind Sie als angehender Hundehalter gefragt, sich genau nach den Elterntieren Ihres zukünftigen Hundes zu erkundigen. Ein HD/ED-krankes Tier kann schnell sehr teuer werden, wenn künstliche Gelenke eingesetzt werden müssen. Es liegt in Ihrer Hand! Über weitere typische Hundekrankheiten, können Sie sich hier informieren.

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