Donnerstag, 6. September 2012

Hitzeschlag bei Hunden – was soll ich tun?

Nicht immer können Hunde die Hitze gut vertragen.
(c) Wikimedia Commons, Foto: CrimsonC.
Der Sommer läutet die letzte Runde ein, die Tage werden wieder kürzer und es kühlt merklich ab. Die Gefahr des Hitzeschlags jedoch ist nahezu in jeder Jahreszeit ein Thema. Steht das Auto in der prallen Sonne, dann heizt es sich auf bis zu 90 Grad Celsius auf. Im Sommer kann schon eine halbe Stunde im verschlossenen Auto zur lebensgefährlichen Falle werden. Aber auch im Herbst und teilweise im milden Winter ist dies eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Lassen Sie Ihren Hund daher nicht zu lange alleine im Auto, öffnen Sie immer die Fenster einen Spalt weit und parken Sie bevorzugt im Schatten. Denken Sie daran, dass die Sonne wandert. Wo eben noch kühler Schatten war, kann bald schon die Mittagshitze auf den Asphalt brutzeln. Parken Sie daher lieber in der überdachten Garage, um auf Nummer sicher zu gehen.

Anzeichen für einen Hitzeschlag

Ist es doch einmal passiert, dass der Hund im heißen Auto oder bei körperlicher Aktivität in der Mittagssonne überhitzt, dann braucht er rasche Hilfe. Die ersten Anzeichen für Überhitzung sind intensives und hastiges Hecheln, große Unruhe und vermehrter Speichelfluss. Bei genauerem Hinsehen kann man eine Rötung der Schleimhäute an Augen und Maul feststellen. Die Körpertemperatur steigt auf über 41 Grad an, was eine akut lebensgefährliche Situation für den Hund darstellt. Erbrechen und wässriger Durchfall sind weitere Anzeichen für den kritischen Zustand. Im fortgeschrittenen Stadium können Muskelzittern, Krämpfe, Bewusstseinsstörungen und Schockzustände beobachtet werden.

So gehen Sie im Notfall vor

Bringen Sie den überhitzten Hund sofort an einen kühlen und schattigen Ort. Hier beginnen Sie mit Maßnahmen zur Abkühlung, wie das Abduschen mit Wasser (nicht zu kalt), ausgehend von den Gliedmaßen langsam Richtung Körpermitte. Eiswürfel sind ungeeignet, denn sie sind zu kalt und können zu einer weiteren Verschlechterung des Zustandes führen. Bieten Sie dem Hund auch immer wieder etwas Wasser zum Trinken an. Kontrollieren Sie die Körpertemperatur regelmäßig, bis etwa 39,5 Grad Celsius erreicht sind. Nun sollten Sie das Abkühlen einstellen und den Hund unverzüglich einem Tierarzt vorstellen.

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