Samstag, 27. Oktober 2012

Fährtenarbeit mit dem Hund richtig aufbauen

Nasenarbeit ist anstrengend

Yorkshire Terrier bei der Fährtenarbeit.
(c) Wikimedia Commons, Foto: swatjester.
Manche Hunderassen liegt die Nasenarbeit im Blut. Andere tun sich schwer damit Geruchsspuren zu verfolgen oder  bringen einfach nicht genügend Geduld auf. Schlussendlich kann man jedoch nahezu jedem Hund die Fährtenarbeit beibringen. Besonders für Jagdhunde ist sie eine hervorragende Auslastung unter Nutzung der angeborenen Talente. Wer es sich einfach machen möchte, der versteckt einen Gegenstand im Feld und lässt seinen Hund anschließend danach suchen. Mehr oder weniger systematisch wird die Spürnase das Feld abtasten und irgendwann den Geruch des gesuchten Gegenstandes in die Nase bekommen. Jetzt dauert es nur noch wenige Augenblicke und das Objekt ist gefunden. Nasenarbeit ist für Hunde unheimlich anstrengend, daher sollten jeweils nur kurze Sequenzen von bis zu 20 Minuten durchgeführt werden.
Ganz anders sieht die Suche beim sogenannten „Fährten“ aus. Auch hier sollen Objekte verwiesen werden, jedoch soll der Hund genau den Weg verfolgen, auf dem der Mensch gelaufen ist, bis er schließlich den Gegenstand „verloren“ hat. Dazu wird der ausgebildete Fährtenhund am Abgang der Fährte angesetzt. Fortan soll er Schritt für Schritt erschnüffeln und auf alle Gegenstände verweisen, die er auf dem Verlauf der Fährte findet. 

Trainingablauf

Das Training beginnt parallel. Einerseits üben Sie mit Ihrem Hund das Verweisen der Gegenstände. Sobald er die Fährtengegenstände erblickt, soll er sie ablegen. Dies ist der einfachere Teil. Parallel führen Sie das „Such!“-Kommando ein. Hierfür stampfen Sie ein kleines Quadrat in eine Wiese und streuen Leckerli darauf. Im Anschluss geben Sie das Kommando und lassen den Hund eine Weile suchen. Nach und nach wird aus dem Quadrat ein Dreieck, aus dessen Spitze später die erste kurze Spur mit eng aneinander gesetzten Schritten beginnt. Streuen Sie großzügig Leckerli in die gesamte Spur. 
Klappt auch dies einwandfrei, dann können Sie beginnen die Schritte langsam zu vergrößern. Schließlich reduzieren Sie nach und nach die Menge eingestreuter Leckerli. Jetzt können parallel auch die Gegenstände in die Fährte eingebunden werden. Falls Sie sich alleine nicht an die Sache herantrauen, dann gibt es bestimmt auch in Ihrer Nähe eine Hundeschule, bei der Sie ein Fährtenseminar besuchen können.

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