Donnerstag, 11. Oktober 2012

Hunde verstehen viel mehr als wir glauben!

Unterschiede zwischen sensiblen und robusten Hunden

Der eine mehr und der andere weniger. Der eine Hund ist extrem sensibel und registriert auch die kleinste Muskelanspannung, minimalste Veränderungen in den Gesichtszügen, ja sogar Gemütsänderungen, die sich in unterschwelligen körperlichen Signalen zeigen. Der andere Hund ist immer gut gelaunt und von robustem Charakter. Ihn bringt so leicht nichts aus der Ruhe, schon gar nicht die Launen seiner Menschen. 
(c) Wikimedia Commons, Foto: Specious.
Typische sensible Hunderassen sind die Hütehunde wie Border Collie und Australian Shepherd Dog, aber auch Berner Sennenhund und Podenco. Typische robuste Hunderassen lassen sich unter den Jagdhunden finden, die sich durch eine hohe Selbstständigkeit auszeichnen, so zum Beispiel die Retriever Rassen, Dackel oder auch der Riesenschnauzer. Wer mit sensiblen sowie auch mit robusten Hunden bereits gearbeitet hat, der kennt die Unterschiede. Schüchterne Hunde erfordern viel Einfühlungsvermögen und eine konsequente Führung durch ihren Hundehalter.


Konsequenz nicht mit Strenge verwechseln

Verwechseln Sie in diesem Zusammenhang Konsequenz nicht mit Strenge. Ein sensibler Hund kann schon alleine durch einen militärischen Befehlston derart eingeschüchtert werden, dass er die Zusammenarbeit verweigert. Den gemütlichen Racker mit jede Menge Flausen im Kopf kann ein streng ausgesprochenes Kommando hingegen wieder zur Räson bringen. Auf Dauer verdirbt es jedoch auch ihm die Freude an der Arbeit mit seinem Menschen. Ein freundlicher Umgang in der Hundeausbildung mag kurzfristig betrachtet mehr Zeit und Geduld erfordern. Langfristig macht es sich jedoch bezahlt, wenn der Hund nicht mitarbeitet weil er muss, sondern weil er es selbst und aus eigenem Antrieb will.

Geben Sie Kommandos mit einem freudigen Unterton. Übertreiben Sie dabei nicht, das könnte von Ihrem Hund als Spielaufforderung verstanden werden. Mit einer positiven Grundstimmung im Training macht die Arbeit so richtig Spaß. Sind Sie andererseits einmal nicht so gut gelaunt, dann lassen Sie das Training ruhigen Gewissens ausfallen. Mit Ärger im Bauch gegebene Kommandos klingen anders. Ihr Hund merkt, dass etwas nicht in Ordnung ist und macht Fehler. Für diese Fehler, die er aus seiner Sicht nicht selbst verschuldet hat, wird er nun auch noch zurechtgewiesen. Lassen Sie es gut sein und setzen Sie das Training lieber erst dann fort, wenn sich die Wogen geglättet haben. Lesen Sie mehr über das Verhalten von Hunden im Hunderatgeber auf markt.de.

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