Mittwoch, 10. Oktober 2012

Martin Rütter: "Der tut nix!"

Das neue Programm

Martin Rütters neues Programm mit dem Titel „Der tut nix!" erhebt unsere geliebten Vierbeiner auf eine nahezu göttliche Ebene. Wer sich auf die wunderbare Reise durch die Welt der Fellnasen einlässt, der wird vielfach staunen, gelegentlich sinnieren, aber vor allem sehr viel lachen.
Martin Rütter. (c) Wikimedia Commons, Foto: Chester100.
Betrachten Sie es einmal von dieser Seite: Nicht wir haben den Hund domestiziert, sondern er uns. Geradezu mühelos gelang es ihm schon zu Anbeginn der Kooperation von Mensch und Hund, sich bei uns einzuschmeicheln. Am warmen Lagerfeuer mit regelmäßigen Mahlzeiten lebt es sich schließlich deutlich bequemer als im kalten Wald. Heute sind sie teilweise sogar schon bis in das Bett ihrer Herrchen und Frauchen vorgedrungen, wo sie selbstbewusst ihren Bereich einfordern. Der tut gar nix, würde von sich aus nicht einmal das warme Plätzchen vor dem Kamin im Wohnzimmer verlassen. Martin Rütter bringt es auf den Punkt und vermittelt gleichzeitig eine wichtige Botschaft. Moderne Hundeerziehung kommt ohne militärischen Drill und Druckmittel aus. Vielmehr führen ein Verständnis für die Denkweise von Hunden sowie eine gesunde Portion Humor und Selbstkritik eher Ziel.


Sein Erfolgskonzept

Aber was ist eigentlich das Rütter'sche Erfolgskonzept? Kann er wirklich mit Hunden sprechen à la „Hundeflüsterer"? Die Verhaltensweisen von Tieren zu deuten ist keine Kunst, wenn man über das nötige Hintergrundwissen verfügt und eine ausgeprägte Beobachtungsgabe hat. Therapieansätze lassen sich aufgrund von Erfahrungswerten gezielt auf die jeweiligen Fälle zuschneiden und anwenden. Der Knackpunkt ist jedoch die Kommunikation mit den Tierhaltern. Auf eine verständliche Weise klärt Martin Rütter über Fehler auf, vermittelt den Hundehaltern mit einfachen Worten alles was sie wissen müssen und leitet punktgenau das Training an. 
So weit sind dies Eigenschaften, die bei den meisten Hundetrainern zu finden sind. Revolutioniert hat Martin Rütter das allgemeine Verständnis von Hundeerziehung mit seiner Aussage „Ich trainiere Hunde…aber vor allem ihre Menschen". Denn damit leitete er ein Umdenken ein, durch das eine artgerechte Hundeausbildung in den Vordergrund rückte. Nach und nach entwickelte sich das Verständnis, dass das Verhalten der Hunde fast immer eine Reaktion auf das Verhalten ihrer Herrchen und Frauchen ist. Damit schuf Rütter außerdem die Grundlage für mehr Kritikfähigkeit und legte eine solide Basis für seine Ausflüge ins Showgeschäft. Allzu gerne sehen seine Fans den sonst so kompetent und fachlich versiert auftretenden Hundeexperten auf der Showbühne, wenn er auf der Bühne steht und Anekdoten aus seinem Alltag preisgibt. 

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