Freitag, 26. Oktober 2012

Sind Herbstwelpen gegenüber Frühjahrswelpen benachteiligt?


Tragende Hündin. (c) Wikimedia Commons,
Foto: Gopal Aggarwal.
Hündinnen werden in der Regel ein bis zwei Mal pro Jahr läufig - davon die meisten zum Anfang des Jahres, wenn der Frühling einsetzt und es langsam wieder wärmer wird. Insbesondere bei Tieren, die viel Zeit draußen verbringen oder sogar dauerhaft im Freien gehalten werden, ist dieser Rhythmus relativ zuverlässig. Die zweite Läufigkeit erfolgt dann üblicherweise sechs Monate danach im Spätsommer. 

War der Deck-Akt erfolgreich, kommen neun Wochen später die Welpen auf die Welt und sind im Spätherbst zur Abgabe bereit. In der freien Natur haben die Frühjahrswelpen offensichtlich einen deutlichen Vorteil, da sie über den warmen Sommer hinweg wachsen und bis zum Winter kräftig genug geworden sind, um mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zurechtzukommen. Da ist es einleuchtend, dass Wölfinnen nur einmal zu Beginn des Jahres läufig werden. Die Natur sieht also keine Herbstwelpen vor.
Anders sieht es bei unseren Haushunden aus. Einen Unterschied in der Entwicklung von Frühjahrs- und Herbstwelpen scheint es hier nicht zu geben. Der vermutlich größte Unterschied liegt darin, dass wir Menschen im Winter mehr Zeit im Haus verbringen als im Sommer. Dies könnte einen Einfluss auf die Sozialisierung des kleinen Welpen haben, der im Winter also weniger Kontakt zu anderen Menschen, Hunden und Tieren erhält. Auch gibt es Welpen, denen es im Winter draußen schlichtweg zu kalt ist, um sich lösen zu können. Bei ihnen kommt es möglicherweise zu Verzögerungen beim Trainieren der Stubenreinheit. Fragt man jedoch Hundehalter mit Frühjahrs- beziehungsweise Herbstwelpen, dann lässt sich kaum ein Unterschied ausmachen. Vertrauen Sie einfach auf Ihr Bauchgefühl. Wenn Sie bereit sind, einen Welpen in Ihr Leben aufzunehmen, dann spielt es kaum eine Rolle, ob Sie es im Frühjahr oder im Herbst tun möchten.

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