Freitag, 12. Oktober 2012

Welcher Platz im Auto ist am sichersten für Ihren Hund?

Grundsätzlich müssen Tiere im Auto gesichert werden. Das bedeutet, dass sie einerseits vom Fahrer räumlich getrennt sein müssen und andererseits, dass sie im Falle eines Unfalls nicht zum tödlichen Geschoss werden. Betrachtet man diese beiden Bedingungen allein, dann wäre es völlig ausreichend, denn Hund auf die Rückbank zu setzen und dort mit Halsband und Leine zu fixieren. Hier kann jedoch bereits ein abruptes Bremsmanöver reichen, um dem geliebten Vierbeiner das Genick zu brechen. Investieren Sie daher lieber ein paar Gedanken mehr in die vernünftige Sicherung Ihres Hundes im Auto.

Transportboxen im Kofferraum

Tiere müssen im Auto gesichtert werden.
(c) Wikimedia Commons, Foto: Jocelyn Augustino.
Transportboxen können im Kofferraum untergebracht werden. Füllen sie den Kofferraum zum größten Teil aus, dann ist keine Fixierung erforderlich. Ist noch ein wenig Spiel vorhanden, dann sollten Sie die Box besser mit einigen Spanngurten an den Zurrpunkten im Kofferraum festgemachen. Die Box sollte stabil genug sein, um sich im Falle eines Auffahrunfalls nicht zu verformen. Hierfür eignen sich Transportboxen aus Metall und Holz. Kunststoffboxen können den Kräften, die bei einem Unfall wirken, nur wenig entgegensetzen und sind daher nur bedingt geeignet. Der Nachteil der Transportboxen ist, dass der Hund innerhalb der Box relativ viel Bewegungsspielraum hat. Im Fall eines Unfalls würde er ziemlich unsanft auf die harten Wände aufprallen und sich Knochenbrüche oder innere Verletzungen zuziehen können. Der Kofferraum ist zudem von den Ingenieuren so ausgelegt, dass er als Knautschzone dient. Zum Schutz der Insassen verformt sich der Kofferraum beim Unfall, damit möglichst viel Bewegungsenergie abgebaut wird.

Auf der Rückbank anschnallen

Sicherer ist es für den Hund auf der Rückbank, wenn er mit einem guten Brustgeschirr und relativ kurzem Sicherungsgurt angeschnallt ist. Hier ist die Kabine so ausgelegt, dass sich die Karosserie kaum verformt, um die Insassen zu schützen, so auch Ihren Hund. Durch das gepolsterte Brustgeschirr wird der Hund sanft abgebremst, so wie es auch der normale Sicherheitsgurt für Menschen im Fahrzeug tut. Insbesondere bei Auffahrunfällen ist die Verletzungsgefahr so deutlich geringer, da die Bewegungsenergie durch den Gurt einerseits und durch die weichen Sitzpolster andererseits abgefangen wird. Sicherlich ist es mit mehr Aufwand verbunden, den Hund vor jeder Autofahrt seinen Sicherheitsgurt anzulegen. Betrachtet man jedoch den Nutzen im Falle eines Unfalls, nämlich weniger Schmerzen für den Hund und eine kleinere Tierarztrechnung, dann lohnt es sich in jedem Fall.

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