Freitag, 2. November 2012

Die schonende Alternative zum Ballwerfen: Anspruchsvolle Apportierspiele für Hunde


(c) Wikimedia Commons, Foto: Elf.

Ballwerfen - eine hohe Belastung für die Gelenke

Schlechte Nachrichten für die Balljunkies unter den Hunden: Das häufige abrupte Stoppen stellt eine hohe Belastung für die Gelenke des Bewegungsapparates dar und kann zu frühzeitigem Verschleiß sowie Arthrose führen. Vor allem solche Hunde, die passionierte Jäger fliegender Gegenstände sind, entwickeln zunächst hohe Laufgeschwindigkeiten, die dann rasch abgebremst werden, um im Anschluss sogleich wieder in vollem Tempo zurück zu flitzen und kurz vor Erreichen ihres Hundeführers wiederum abrupt zu stoppen. Was für den Betrachter ein lustiges Schauspiel ist, belastet die Gelenke übermäßig. 
Daher lautet die erste Regel für derartige Laufspiele, dass sie erst mit dem ausgewachsenen Hund durchgeführt werden sollten. Während der Wachstumsphase sind Knochen und Gelenke nämlich besonders anfällig für Schäden durch Überbelastung. Die zweite Regel: Niemals sollte bis zur Erschöpfung gespielt werden. Die ermüdete Muskulatur kann die Stoßbelastung nicht mehr so gut abfedern, sodass diese unmittelbar auf die Gelenke wirkt. Eine Aufwärmphase vor Beginn des Apportierspiels ist ebenfalls sinnvoll.

Mit mit Abwechslung im Spiel einseitige Belastungen vermeiden

Zu guter Letzt ist es natürlich an uns Hundehaltern, einseitige Belastung unserer Hunde zu vermeiden. Mit mehr Abwechslung werden unterschiedliche Bereiche ausgelastet und eine lokale Überlastung einzelner Muskeln oder Gelenke vermieden. So schön es auch ist, dem rasanten Lauf zuzuschauen, es gibt noch viel mehr Spielmöglichkeiten für Hunde als den Ball zu werfen. Die einfache Variante ist, den Wurf in einer Richtung anzutäuschen und dann den Ball unbemerkt in einer ganz anderen Richtung zu verstecken. Sie können den Hund auch hinter einer Ecke warten lassen, außerhalb seines Sichtfeldes den Ball ein kurzes Stück werfen und dann ebenfalls suchen lassen. 
Schwieriger wird folgende Übung: Lassen Sie Ihren Hund den Ball im Maul tragen und schicken Sie ihn Voran. Das „Voran“ müssen Sie natürlich zunächst separat aufbauen. Nach einigen Metern geben Sie das „Stopp!“ Kommando und lassen Ihren Hund den Ball „Aus!“ geben. Dann rufen Sie ihn zurück. Jetzt können Sie mit einem weiteren Gegenstand kurz das Fangen aus der Bewegung üben und anschließend Ihren Hund schicken den Ball wieder zu holen. Spiele dieser Art bieten mehr körperliche und geistige Abwechslung als reines Ballwerfen. Probieren Sie es doch auch einmal aus und lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.

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