Sonntag, 23. Dezember 2012

Der Zweithund zieht ein – Was Sie jetzt beachten sollten


Ein Zweithund zieht ein.
(c) Wikimedia Commons, Foto: Mplsjefe.
Ob Welpe oder erwachsener Hund, ob groß oder klein. Beim Einzug des auserwählten Zweithundes gibt es einiges zu beachten. Selbstverständlich haben Sie sich zuvor bereits von der sozialen Kompetenz des neuen Familienmitglieds überzeugt und auf einem gemeinsamen Spaziergang beobachtet, ob sich die beiden Vierbeiner „riechen" können. Idealerweise haben Sie bereits mehrere Spaziergänge auf neutralem Boden mit beiden Hunden zusammen gemacht, sodass sie sich bereits intensiv beschnuppern konnten.
Nun steht der Einzug bevor. Mit den folgenden Vorbereitungen erhöhen Sie die Chancen für eine friedliche Zusammenführung im Territorium des Ersthundes:

  • Hundedecke, sowie eigener Trink- und Futternapf sind bereits eingezogen.
  • Es gibt immer Ausweichmöglichkeiten und genügend Platz, damit sich die Hunde auch aus dem Weg gehen können.
  • Ressourcen des Ersthundes (wie Spielzeug und Kauknochen) werden schon einige Tage vorher weggeräumt, um das Konfliktpotenzial zu verringern.
  • In den nächsten Wochen sind keine größeren Störungen von außen zu erwarten (beispielsweise Handwerker, Kindergeburtstag, Besuch etc.).
  • Sie haben selbst genügend Zeit eingeplant um den neuen Zweithund in die vorhandenen Strukturen zu integrieren. Idealerweise haben Sie sich sogar ein paar Tage Urlaub genommen.
  • Der Ersthund ist zunächst noch nicht in der Wohnung während sich der neu zu integrierende Zweithund ausgiebig mit seinem neuen Zuhause vertraut machen kann.
Nachdem sich Ihr neuer treuer Begleiter mit seinem neuen Zuhause vertraut gemacht hat, holen Sie einige Zeit später Ihren Ersthund hinzu. Wichtig ist nun, dass Sie keinen Kampf um Ressourcen entstehen lassen. Gefüttert wird zunächst getrennt, Spielzeug sowie Leckerli bleiben im Schrank. Auch Ihre Zuneigung ist für die Hunde eine Ressource. Hier ist die beste Vorgehensweise, dass Sie Ihrem Ersthund in der Anfangszeit mehr Streicheleinheiten gönnen, damit ein Konkurrenzdenken gar nicht erst entsteht. Nach und nach widmen Sie sich auch dem Zweithund immer mehr. Erziehungstechnisch werden Sie dem neuen Zweithund zunächst einige Einzellektionen erteilen müssen, damit Sie später auch in der Gruppe immer die Kontrolle über jeden einzelnen Hund behalten. Sofern es die Zeit zulässt, trainieren Sie jedem Hund seine eigene Position beim Laufen an der Leine (ein Hund rechts, ein Hund links von Ihnen). Üben Sie mit beiden Hunden, das gesittete Verlassen der Wohnung zum Spaziergang und üben Sie auch das Sitzenbleiben unter Ablenkung. So können Sie jeden der Hunde zuverlässig im „Sitz" verweilen lassen, wenn der andere Hund einmal Ihre volle Aufmerksamkeit einfordert.

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