Mittwoch, 12. Dezember 2012

Ein langes Hundeleben ohne Stress


Versuchen Sie Stresssituationen für Ihren Hund zu vermeiden.
(c) Wikimedia Commons, Foto: Miro Cacik.
Stressfrei lebt es sich länger. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere, insbesondere unsere Haushunde. Das bedeutet jetzt nicht, dass Sie Ihren Hund gegen alle Außenreize abschirmen sollten, denn auch dauerhafte Unterforderung kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken.

Welche Auslöser gibt es für Stress

Stress beginnt mit Überforderung oder Unterforderung. Letzteres ist vor allem dann ein Thema, wenn ein Hund reizarm beispielsweise im Zwinger oder auf einem einsamen Grundstück weitestgehend für sich alleine lebt. Für unsere Haushunde hingegen ist vielmehr die Überforderung der größte Auslöser für Stress. Diese kann entstehen durch:
  • Körperliche Überbelastung, beispielsweise durch Bewegung, Schmerzen, Lärm, Hitze bzw. Kälte
  • Neue, unbekannte Reize beispielsweise beim Kindergeburtstag, der ersten Zugfahrt oder dem ersten Zusammentreffen mit einer Tierart
  • Psychischer Druck vom Hundeführer beispielsweise bei Hundesportprüfungen, durch unangepasste Erziehungsmethoden oder wenn der Hundeführer selbst unter Stress steht

Die Anzeichen für Stress

Die Auslöser sind für jeden Hund verschieden. Ein Hund, der vom Welpenalter an in einer Familie mit vielen Kindern gelebt hat, wird den Kindergeburtstag kaum vom normalen Alltag unterscheiden können. Ein Hund, der keine Kinder kennt, wird in derselben Situation jedoch vermutlich starke Stresssymptome zeigen. Eindeutige Anzeichen, dass ein Hund unter großem Stress steht sind:
  • Appetitlosigkeit. Nicht einmal die liebsten Leckereien nimmt er noch an
  • Starkes Hecheln, hochgezogene Lefzen und eine angespannte (kaum heraushängende) Zunge
  • Übersprungshandlungen wie intensives Gähnen, Strecken, Dehnen, Schütteln, Hyperaktivität, intensives Pfotenlecken oder Schwanzjagen
  • Körperliche Anzeichen wie Schweißbildung an den Ballen, häufiges Lösen, Erbrechen und Durchfall

Strategien gegen Stress

Ist der Hund längerfristig dem Stress ausgesetzt, dann kann es zu Verhaltensstörungen, Hautstörungen und anderen schwerwiegenden Krankheiten kommen. Daher gilt es, die Anzeichen für Stress zu erkennen und Strategien zu entwickeln, wie Sie Ihrem Hund helfen können. Meistens reicht es aus, einen Ortswechsel durchzuführen, sowie gegebenenfalls das Training zu unterbrechen und über andere Trainingsmethoden nachzudenken. Analysieren Sie die Situation, in der Ihr Hund die Stresssymptome zeigt und reflektieren Sie Ihr eigenes Verhalten. Dann kommen Sie den Stressauslösern schnell selbst auf die Spur und können sich mögliche Lösungswege überlegen.

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