Mittwoch, 13. Februar 2013

Der Labradoodle – eine australische Hunderasse auf dem Vormarsch


Labradoodle (Rüde).
(c) Wikimedia Commons, Foto: Searchtempo.

Geschichte 

Der Labradoodle entstand aus der gezielten Kreuzung von zwei Rassehunden, nämlich dem Labrador Retriever und dem Großpudel. In Australien gehen die Anfänge dieser Zucht auf das Jahr 1989 zurück, als Wally Conron versuchte eine Hunderasse zu züchten, die sich einerseits als Arbeitshund eignet, andererseits aber verträglich ist für Allergiker, da er keinen Fellwechsel vollzieht. Hierfür wurden die hervorragenden Eigenschaften des Labrador Retriever benötigt, der für seine Eignung als Gebrauchshund bekannt ist. Durch die  Einkreuzung des Großpudels erhoffte man sich, dass die Nachkommen ebenfalls keinem Fellwechsel unterliegen würden. Dieses Zuchtziel konnte jedoch noch nicht gänzlich umgesetzt werden. Weiterhin werden auch der Irish Water Spaniel, der Curly Coated Retriever, der American Cocker Spaniel, sowie der English Cocker Spaniel mit eingekreuzt, um dem Zuchtziel näher zu kommen. Trotz großer Bemühungen konnte bislang in Australien noch keine Anerkennung der neuen Rasse „Labradoodle" erreicht werden. Auch die FCI erkennt die Rasse noch nicht an, während sie beim amerikanischen Verband CKC bereits eingetragen ist.

Äußeres Erscheinungsbild & Charakter

Charakteristisch für den Labradoodle ist sein pflegeaufwändiges, langes Fell, das dem des Großpudels ähnelt, sich jedoch nicht so stark kräuselt. Entsprechend dessen Körperbau wird der Labradoodle etwa 60 Zentimeter groß und 30 Kilogramm schwer. Dabei zeigt er einerseits die Hochbeinigkeit des Großpudels, andererseits die kompakten Strukturen des Labrador Retrievers.  Über die erwünschten Charaktereigenschaften bei der Labradoodle-Zucht gibt es nur wenige Informationen. Betrachtet man sich jedoch die beiden Ursprungsrassen genauer, dann haben wir es in der Regel mit einem sehr gelehrigen Hund zu tun, der viel Beschäftigung braucht. Für Anfänger ist diese  Hunderasse daher nur bedingt geeignet.

Wer sich für einen Labradoodle interessiert, der sollte genau hinschauen. Welpen, die aus der Verpaarung von Labrador Retriever und Großpudel entstanden sind, nennt man Hybridhunde. Diese haben nämlich nur wenig mit der in Australien entstandenen gezielten Zucht zu tun.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen