Mittwoch, 27. Februar 2013

Welpenerziehung vom ersten Tag an: Tipps und Hinweise für Welpenbesitzer


Golden Retriever Welpe.
(c) Wikimedia Commons, Foto:
Stefan Bauer.
Wenn Ihr neuer Welpe im Alter von 8-12 Wochen bei Ihnen einzieht, bedeutet dies eine große Umstellung für ihn. Bislang konnte er rund um die Uhr mit seinen Geschwisterchen spielen, alles anknabbern, was ihm in die Quere kam und sich nach Herzenslust austoben. Doch diese Zeiten sind mit dem Einzug in seine neue Menschenfamilie vorbei.

Ihre Aufgaben als frischgebackener Welpenbesitzer

Nun müssen Sie die Aufgaben übernehmen, die früher Geschwister, Mutter und Tanten des kleinen Welpen gemeistert haben. Dies bedeutet im Einzelnen:
  • Grundbedürfnisse befriedigen 
  •  Beschäftigung bieten
  • Grenzen aufzeigen 
  • Erwünschtes Verhalten fördern, unerwünschtes Verhalten vermeiden
Die Grundbedürfnisse Ihres Welpen setzen sich im Wesentlichen aus Fressen, Schlafen und Gassi gehen zusammen – und zwar mehrmals täglich!
Beschäftigung bieten Sie durch attraktives Kauspielzeug und spielen mit dem Welpen. Hierbei können Sie bereits erste Aufgaben stellen und beginnen dem Welpen die Bedeutung von Signalen beizubringen. In diesem Zusammenhang sollten Sie unbedingt auch Grenzen aufzeigen. Spielt der Welpe zu körperbetont, setzt seine Zähne ein oder ist schlichtweg überdreht, dann brechen Sie das Spiel ab. Dies gilt für alle Situationen im Alltag. Wann immer Ihr Welpe etwas tut, was Sie nicht möchten, wenden Sie sich einfach von ihm ab. Zeigt er hingegen „erwünschtes Verhalten“, dann belohnen Sie ihn hierfür.

Erwünschtes Verhalten fördern, unerwünschtes Verhalten vermeiden

Es gilt: Erwünschtes Verhalten bei Welpen fördern.
(c) Wikimedia Commons, Foto: Juegos olimpicos 2012.
Trennen Sie sich von dem Gedanken, ein Hund würde bestimmte Dinge „mit Absicht“ tun. Es ist eigentlich ganz einfach: Verhalten, das sich für den Hund (oder den Welpen) lohnt, wird er häufiger ausführen. Ein Welpe muss noch lernen, welches Verhalten für ihn lohnenswert ist. Aber wann lohnt sich Verhalten? Hier hat der Welpe eine etwas andere Sichtweise als wir. Für ihn lohnt sich Verhalten, wenn:
  •   er Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommt
  • er ein Bedürfnis (beispielsweise Hunger) befriedigen kann 
  • das Verhalten seinen natürlichen Trieben entspricht (beispielsweise Hetzen oder Beutefang, diese sind selbstbelohnend)
Um also die Entwicklung Ihres Welpen von Anfang an in die richtigen Bahnen zu lenken, seien Sie stets aufmerksam! Erwünschtes Verhalten sollten Sie nicht selbstverständlich hinnehmen, sondern belohnen, denn dann wird Ihr Welpe dies immer häufiger zeigen. Unerwünschtes Verhalten hingegen ignorieren Sie am besten beziehungsweise vermeiden es bereits im Vorfeld, beispielsweise durch eine Schleppleine falls Ihr Welpe Tendenzen zum Jagen zeigt. So macht er gar nicht erst die Erfahrung, dass ihm das Jagen Freude bereiten könnte. Weitere Tipps für die Welpenerziehung erhalten Sie im Welpenratgeber bei markt.de.

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